In Netzwerken kommen immer häufiger MPTL-Strecken (Modular Plug Terminated Links) zum Einsatz. Beim Testen dieser Strecken sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten. Ideal Networks hat ein Whitepaper mit Tipps zu Test und Zertifizierung von MPTL-Strecken für Installateure veröffentlicht.

Prinzipiell ist eine solche Strecke nichts anderes als ein Ethernet-Kabel mit einer Buchse an einem und einem Stecker am anderen Ende. Ungeachtet dessen gilt es jedoch, beim Testen einige spezielle Anforderungen zu beachten, die sich von Permanent Links (PL) unterscheiden. Ein PL ist an jedem Leitungsende mit einer Buchse abgeschlossen und lässt sich mit zugelassenen Zertifizierer-Messleitungen und qualifizierten RJ45-Steckern testen. Da eine MPTL-Strecke an einem Ende jedoch einen Stecker aufweist, muss der Zertifizierer zwingend mit einer Buchse ausgestattet sein, um die Leistungsparameter des Steckers testen zu können.

Ein weiterer Punkt ist, dass ein alleiniger Tausch der Adapter am Zertifizierer in der Praxis auf keinen Fall ausreicht, denn die Leistungsmessung des Steckers der MPTL-Strecke erfordert besonderes Wissen und Sorgfalt.

Das Whitepaper „Wissenswertes zur Zertifizierung von MPTL-Übertragungsstrecken“ von Ideal Networks soll über die Funktionsweise dieser Kabelstrecken aufklären. Darüber hinaus greift es die Fehler auf, die beim Installieren und Testen passieren können und erläutert Permanent Links, Channel Links sowie LAN-Verkabelungsnormen. Der Leitfaden weist auch auf die Änderungen an der aktualisierten Norm TIA-568.2-D als Bestandteil der Normenreihe TIA-568 hin, die solche Strecken als anerkannte Topologie enthalten wird.

Installateure, die Modular Plug Terminated Links präzise testen möchten, benötigen einen Channel-Adapter mit einer speziellen „zentrierten“ Buchse, um den Stecker zertifizieren zu können. Bei manchen Zertifizierern hingegen muss der Techniker aus diesem Grund einen teuren Patch-Kabel-Testadapter oder eine Testleitung kaufen. Der Kategorie-6A-Channel-Adapter von Ideal Networks dagegen besitze bereits die zentrierte Buchse, sodass keine weiteren Spezialkomponenten erforderlich seien.

Um Installateure und Techniker beim Zertifizieren von MPTL-Strecken zu unterstützen, hat der Hersteller ein Software-Update für seinen Kabelzertifizierer Lantek III veröffentlicht. Das Update V3.200 lässt sich kostenlos von der Website des Unternehmens laden.

Das Whitepaper „Wissenswertes zur Zertifizierung von MPTL-Übertragungsstrecken“ sowie das kostenlose MPTL-Update für den Kabelzertifizierer sind auf www.idealnetworks.net erhältlich.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.