Alcatel-Lucent: Plädoyer für AFN, Unified Access und SDN

Das Netz auf mobile Devices auslegen

10. Februar 2014, 07:52 Uhr   |  Benjamin Eggerstedt, Domain Specialist bei Alcatel-Lucent/wg

Das Netz auf mobile Devices auslegen

Immer mehr Mitarbeiter nutzen am Arbeitsplatz ihre eigenen Endgeräte. Für das Unternehmen hat der Einsatz dieser persönlichen Endgeräte Vorteile, vor allem in Bezug auf die Zufriedenheit und die Produktivität der Mitarbeiter. Benjamin Eggerstedt, Domain Specialist bei Alcatel-Lucent Enterprise, beschreibt technische Entwicklungen, die es Unternehmen erleichtern sollen, den Trend zum BYOD (Bring Your Own Device) zu managen.

Die rasante Verbreitung von Mobilgeräten und der zunehmende Einsatz von Multimedia-Anwendungen wie Image-Sharing und Video-Collaboration führt zu neuen Herausforderungen für die IT-Abteilungen der Unternehmen. Sicherheit, Übertragungskapazitäten und der Support unterschiedlichster Geräte und Betriebssysteme gehören zu den Problemen, mit denen sie sich befassen müssen, weil die bestehenden Netzwerke und Systeme im Zeitalter der persönlichen Cloud schnell an ihre Grenzen stoßen.

Die persönliche Cloud umfasst nicht nur die Endgeräte, sondern auch alle Anwendungen und Funktionen, die der einzelne Mitarbeiter braucht und die ihm über eine Vielzahl von Netzen zur Verfügung gestellt werden. Mitarbeiter wechseln heute ständig zwischen Devices, Standorten und Aufgaben hin und her. Um in diesem Umfeld effizient arbeiten zu können, benötigen sie Flexibilität und die Kontrolle über die eingesetzten Dienste und Apps.

Die Herausforderungen hinsichtlich Support, Kapazität und Sicherheit können die Unternehmen und ihre IT-Abteilungen mit diesen drei Techniken meistern: Application Fluent Networks (AFN), Unified Access und SDN (Software-Defined Networking).

Application Fluent Networks
Für die Unterstützung der persönlichen Cloud empfiehlt sich der Aufbau eines Application Fluent Network (AFN), das verschiedene Traffic-Arten von unterschiedlichen Nutzern und Endgeräten erkennt und diesen Datenverkehr entsprechend priorisiert, steuert und überwacht. Das ist sowohl in LANs als auch in WLANs wichtig.

AFN ist die Antwort auf verschiedene Trends, die sich gleichzeitig entwickelten und eine erhebliche Belastung für die Netzwerke darstellen: Virtualisierung, Echtzeit-Anwendungen und mobile Endgeräte. Als Folge dieser Trends wird erwartet, dass der Server-zu-Server-Traffic in Unternehmen den Server-zu-Desktop-Traffic überrunden wird.

Die derzeitigen RZ-Netze sind jedoch nicht für effizienten Server-zu-Server-Traffic ausgelegt. Die Idee, dass eine Applikation ihren Standort im Rechenzentrum jederzeit automatisch und dynamisch verändern kann, ist neu und deshalb in den heutigen Netzwerken noch nicht umgesetzt.

Wenn jetzt kapazitätsintensive Video-Anwendungen, Virtualisierung und eine Vielzahl von Devices in das Netzwerk aufgenommen werden, ist es wichtig, dass das Netz sich auf diese neuen Belastungen einstellt, um die verschiedenen Anwendungen und Geräte unterstützen zu können. Dazu dienen Application Fluent Networks.

AFN basiert auf einer Architektur mit automatischer Steuerung, in der sich das Netz dynamisch an die Anwendung, den Nutzer und das jeweilige Endgerät anpasst. Erreicht wird das durch ein Netzwerk-Design, das auf drei wesentlichen Pfeilern ruht:

Stabile Architektur: Das Netz lässt sich durch eine RZ-Fabric mit niedriger Latenzzeit und minimalen Platzanforderungen vereinfachen. Die Virtualisierung des Netzwerks ermöglicht die Verbindung aller Endgeräte, die Definition virtueller Rechenzentren und die Koexistenz mit der Cloud.
 

Automatische Steuerung: Damit lassen sich Anwendungen wie Dienste managen. Das Netz versteht jede Applikation und bestimmt, wie der Datenverkehr jeweils behandelt wird.
 

Einfacher Betrieb: Dient der automatisierten Bereitstellung von Top-of-Rack-Switches und Applikationen. Das Design sorgt für eine anbieterunabhängige Integration der Virtualisierungsplattform für Anwendungen und der Netzwerk-Management-Plattform bei niedrigem Energieverbrauch.

Unified Access
Der einheitliche Zugriff über LANs und WLANs hinweg im gesamten Unternehmen ist wichtig. Bisher wurden diese oft als getrennte Einheiten gesehen, von unterschiedlichen Techniken gesteuert. Doch Weiterentwicklungen der Unified-Access-Technik ermöglichen unabhängig vom eingesetzten Endgerät eine konsistente Nutzung. Damit kann der Anwender im gesamten kabel- und funkbasierten Unternehmensnetz sowohl die vom Unternehmen bereitgestellten als auch seine eigenen Endgeräte einsetzen. Dazu dient eine Palette an BYOD-Diensten, die dem Anwender im Unternehmensnetz die Wahl zwischen unternehmenseigenen und persönlichen Devices lassen.

Unified-Access-Lösungen lassen sich per Software-Upgrade implementieren. So kann die IT das Netz schrittweise ausbauen, frühere Investitionen bleiben geschützt.

Über die vom IT-Manager definierten Vorgaben für die Sicherheit, den Netzwerkzugriff und die Service-Qualität passt sich das Netzwerk dynamisch an die jeweilige Kommunikation an. Dabei berücksichtigt es Prioritäten und Bandbreitenparameter für Benutzer, Geräte, Applikation, Standorte und Tageszeiten.

Software-Defined Networking
SDN wird getrieben von dem gestiegenen Bedarf an der Unterstützung mobiler Arbeitsformen und Echtzeit-Multimedia-Anwendungen. Die Kombination von SDN und WLAN kann zu einem besseren einheitlichen Netzwerk-Management führen und damit zu der Fähigkeit, eine flexiblere BYOD-Policy einzuführen.

Eine durchgängige SDN-Lösung bietet Vorteile für alle Beteiligten: die Anwender im Netz, die IT-Teams, die das Netz verwalten, und das Unternehmen. Der Einsatz einer SDN-Lösung stellt sicher, dass das Netz nicht mehr der Flaschenhals für Applikationen ist, die eine höhere Bandbreite brauchen oder Vorrang im Netz haben.

Weitere Informationen finden sich unter www.alcatel-lucent.com

BYOD-Szenarien erfordern einen einheitlichen Zugang per Kabel oder WLAN. Bild: Alcatel-Lucent

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