Umfrage von HPE Aruba zum Edge Computing

Die Daten wehren sich noch

16. Oktober 2020, 07:00 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Die Daten wehren sich noch
© Wolfgang Traub

In einer Zeit, in der alles außer Tiernahrung mit Sensoren bestückt wird, gewinnt die Datenverarbeitung in unmittelbarer Nähe zur Datenquelle – also am Netzwerkrand oder „Edge“ – enorm an Bedeutung, im Einzelhandel ebenso wie auf dem Weg zur autonomen Fabrik. Eine Umfrage im Auftrag der HPE-Netzwerktochter Aruba belegt, dass die Unternehmen die Vorteile kennen, aber noch mit einigen Hindernissen kämpfen: Dem wild wuchernden Datendschungel stehen spärlich gesäte Fachkräfte gegenüber.

Im Mai befragte das Marktforschungshaus Vanson Bourne im Auftrag Arubas 2.400 IT-Entscheider aus 21 Ländern (USA, Kanada, UK, Deutschland, Frankreich, Niederlande, Spanien, Italien, Schweden, Russland, Vereinigten Arabische Emirate, Türkei, Indien, Singapur, Japan, China, Südkorea, Hongkong, Australien, Brasilien und Mexiko), darunter 100 aus Deutschland. Die Befragten kamen branchenübergreifend aus Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern. Aruba betont, man habe die Interviews nach einem „strengen mehrstufigen Screening-Verfahren“ durchgeführt, um die Eignung der Teilnehmer sicherzustellen.

Laut der Umfrage verwenden 72 Prozent der IT-Führungskräfte in Deutschland (wie auch international) Edge-Computing-Technik, um Daten direkt vor Ort und damit latenzarm ohne Umweg über das Unternehmens-RZ oder Cloud verarbeiten zu können. Jedes fünfte Unternehmen hierzulande hat Edge-Technik bereits produktiv im Einsatz, mehr als die Hälfte der Befragten betreibt Pilotprojekte. Weitere 15 Prozent planen solche Piloten für das kommende Jahr.

Als Hauptvorteile der Edge-Technik erachten die Befragten aus deutschen Unternehmen die Verbesserung der Betriebseffizienz und -kosten (56 Prozent), erhöhte Produktivität der Belegschaft (51 Prozent) und mehr Sicherheit (48 Prozent). Etwas abgeschlagen: Nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) sieht den Vorteil, neue differenzierte Produkte und Services zu etablieren und somit neue Umsatzquellen und Geschäftsmodelle zu erschließen – was man auf IT-Herstellerseite als einen der Hauptvorteile des Edge Computings propagiert.

„Diese Untersuchung deutet darauf hin, dass die überwiegende Mehrheit der IT-Führungskräfte sich bereits mit Edge-Technologien befasst oder sich darauf vorbereitet“, kommentiert Partha Narasimhan, CTO von HPE Aruba. „Angesichts der bestehenden Cloud-Lösungen in Unternehmen ist die Entwicklung einer Edge-Strategie absolut notwendig, da die Zahl der angeschlossenen Geräte steigt und es nicht effizient ist, umfassende Datenbestände in eine Cloud- oder Rechenzentrumsumgebung zu übertragen“ – dies gelte insbesondere angesichts der fortschreitenden digitalen Transformation.

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