Kooperation von ABB und Red Hat

Digitale Lösungen für Industrial Edge und Hybrid Cloud

14. Juli 2022, 12:30 Uhr | Jörg Schröper
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© Wolfgang Traub

ABB und Red Hat kündigen eine globale Zusammenarbeit an. Unternehmen, die Prozessautomatisierungs- und Industriesoftware von ABB einsetzen, sollen dadurch in der Lage sein, die Unternehmensplattformen und Anwendungsdienste von Red Hat, die auf Red Hat Enterprise Linux basieren, zu nutzen. Sie profitieren damit von einer schnellen und flexiblen Skalierung, so das Versprechen.

Die Erfassung, Verwaltung und Analyse von Anlagendaten sind von entscheidender Bedeutung, um die Effizienz des Betriebs zu verbessern und gleichzeitig den Anforderungen an Sicherheit und Produktivität zu entsprechen. Dieser Ansatz decke sich mit der Strategie von ABB für die Weiterentwicklung der Prozessautomatisierung, so der Hersteller.

Die Zusammenarbeit ermögliche die Virtualisierung und Containerisierung von Automatisierungssoftware mit Red Hat OpenShift, um eine erweiterte Flexibilität bei der Hardwarebereitstellung zu schaffen und je nach Anwendungsbedarf zu optimieren. Darüber hinaus biete die Kooperation eine effiziente Systemorchestrierung, die eine datenbasierende Entscheidungsfindung in Echtzeit am Edge sowie eine Weiterverarbeitung in der Cloud realisiert.

Red Hat OpenShift, als Kubernetes-Plattform für Unternehmen bekannt und mit Red Hat Enterprise Linux als Grundlage, diene ABB als einheitliche Anwendungsplattform, von kleinen Single-Node-Systemen bis hin zu skalierten hyperkonvergenten Clustern am Industrial Edge, was den Entwicklungs- und Verwaltungsaufwand für ABB-Nutzer vereinfachen soll.

Red Hat OpenShift erhöhe etwa die Einsatzflexibilität und Skalierbarkeit von ABB Ability Edgenius, einer umfassenden Edge-Plattform für industrielle Softwareanwendungen, zusammen mit Ability Genix Industrial Analytics and AI Suite, einer Plattform und Anwendungssuite der Enterprise-Klasse, die industrielle KI nutzt, um digitale Geschäftsergebnisse für Kunden in der Industrie 4.0 zu erzielen.

Sowohl Edgenius als auch Genix lassen sich laut ABB nahtlos und sicher über mehrere Implementierungen hinweg skalieren. Durch diese Partnerschaft erhalte ABB nun Zugang zu Funktionen wie Zero-Touch-Provisioning (Fernkonfiguration von Netzwerken), die die Verwaltbarkeit und Konsistenz von Anlagenumgebungen verbessern können.

 Bernhard Eschermann, Chief Technology Officer, ABB Process Automation, erklärte dazu: „Diese spannende Partnerschaft mit Red Hat zeigt das Engagement von ABB, Kundenbedürfnisse durch Kooperationen mit anderen innovativen Marktführern zu erfüllen. Die Zusammenarbeit mit Red Hat wird ABB dabei helfen, die Geschäftsprozesse unserer Kunden zu verbessern, die sich in einer schnell entwickelnden digitalen Landschaft bewegen.“


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