Service- und Endpoint-Management unter einem Dach

Heat Software erläutert Strategie nach Fusion

08. Mai 2015, 04:22 Uhr   |  Stefan Mutschler

Heat Software erläutert Strategie nach Fusion

Im Februar dieses Jahres verschmolz der langjährige Player aus dem Service- und Client-Management Frontrange mit dem auf Endpoint-Sercurity und Patch-Management spezialisierten Unternehmen Lumension. Inzwischen hat das neue Unternehmen, das unter dem Namen Heat Software firmiert, seine Positionierung und strategische Ausrichtung für die nächsten Jahre festgeklopft.

Wenn zwei Unternehmen aus ähnlichen Sparten sich zusammenschließen, entsteht neben der beabsichtigten Erweiterung des jeweiligen Produkt- und Dienstleistungsportfolios in der Regel auch ein Bereich, wo sie die angebotenen Leistungen überschneiden. Die Konsolidierung dieses Bereichs zählt zu den besonders ungeliebten weil unproduktiven Folgeaufgaben im Zusammenhang mit einer Fusion. Ideal ist es also, wenn die Überlappung möglichst klein ausfällt. Heat Software hat hier nach eigenen Angaben offensichtlich den Jackpot gewonnen: „Wir haben unser Angebotsspektrum übereinander gelegt und festgestellt, es gibt so gut wie gar keine Überschneidungen“, so Anton Kreuzer, Managing Director bei Heat. „Es gibt also nicht wirklich etwas ´auszumisten´. Auf der anderen Seite versetzt uns die Kombination unserer Produktlinien in die Lage, drei große und weiter stark wachsende Märkte aus einer Hand zu bedienen – den für IT-Service-, den für Enterprise-Service- und den für Unified Endpoint Management, das kann keiner unserer Mitbewerber“.

Einige der Mitbewerber wie Landesk, CA Technologies, IBM, Servicenow, Matrix42 etc. seien zwar sehr stark, aber eben nicht in der gesamte Breite des Heat-Angebots und zum Teil auch nur in bestimmten Regionen. Daher traut sich Heat zu, in absehbarer Zeit zum führenden Anbieter von hybridem Service- und vereinheitlichtem Endpoint-Management zu werden – so jedenfalls die ausgewiesene Mission. Unterstützt werde dieses Vorhaben dadurch, dass die Heat-Plattform bereits heute von einer einzigen Code-Basis aus sowohl als selbst betriebene Lösung als auch in der Cloud oder in einer Kombination beider Varianten genutzt werden kann.Für die Integration der Frontrange- und Lumension Produktlinien hat sich Heat einen straffen 100-Tage-Plan vorgegeben, noch deutlich vor Ende des laufenden Jahres soll sie also abgeschlossen sein.

Auch aus vertrieblicher Sicht sei die Verbindung von Frontrange und Lumension laut Kreuzer eine ideale Kombination: „Ebenso wie die Produkte ist auch der Marktauftritt beider Unternehmen komplementär.“ Das beträfe sowohl die regionalen Domänen als auch die Partnerstruktur. „Mit dem Zusammenschluss entsteht ein Unternehmen bedeutender Größe und mit globalem Marktzugang“, so Kreuzer. Die Tatsache, dass Lumension exklusiv über Partner vertrieben hat, während Frontrange sowohl über Partner als auch direkt am Markt agierte, sieht er nicht problematisch. Heat werde auf der einen Seite die Partner weiter stärken und zahlenmäßig aufstocken, bestimmte High-end-Kunden wie beispielsweise große Managed Service Provider und Großunternehmen aus direkt bedienen.

Europa und speziell Deutschland sieht Heat als besonders attraktive Märkte, etwa 60 der weltweit rund 350 Unternehmensmitarbeiter sitzen in Deutschland. Der neue Hauptsitz des Unternehmens wird in Milpitas, Kalifornien sein mit Jonathan Temple, dem ehemaligenPresident und CEO von Frontrange an der Führungsspitze. Einen ersten sichtbaren Erfolg kann Heat bereits vorweisen. Das Analystenhaus Experton hat das Unternehmen Mitte April beim Thema Enterprise Mobility erstmals als Leader eingestuft.

Weitere Informationen gibt es unter www.heatsoftware.com.

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"Die Kombination unserer Produktlinien versetzt uns in die Lage, drei große und weiter stark wachsende Märkte aus einer Hand zu bedienen – den für IT-Service-, den für Enterprise-Service- und den für Unified Endpoint Management, das kann keiner unserer Mitbewerber", so Anton Kreuzer, Managing Director bei Heat.

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