IDC: Servermarkt klettert 2008 um zwei Prozent, Umsätze bröckeln

IBM schlägt HP und Dell als Serverhersteller

25. Februar 2009, 23:58 Uhr   |  

Alle Server-Anbieter mussten 2008 Federn lassen. Obwohl der weltweite Absatz auf 8,1 Millionen Server stieg, ein Plus von zwei Prozent, haben sich die Umsätze der Hersteller gegenteilig entwickelt.

Trotz der steigenden Nachfrage hatten die Server-Hersteller im vergangenen Jahr keinen Grund zum
Jubeln. Die Umsätze haben sich bei allen größeren Anbietern rückläufig entwickelt, wie das
Marktforschungsunternehmen IDC berichtet. Der Servermarkt kam weltweit auf ein Volumen von 53,3
Milliarden Dollar. Das entspricht einem Rückgang um 3,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2007.

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Laut Matthew Eastwood, Vice President der Enterprise Platform Group bei
IDC, ist dies der
größte Rückgang auf dem Server-Markt seit dem Platzen der Dotcom-Blase. Einbrüche gab es
insbesondere beim Geschäft mit x86-Standard-Servern (minus 11,7 Prozent) und im Bereich der
Unix-Server (minus 6,2 Prozent). Die Sparte der Blade-Server entwickelte sich dagegen erfreulich:
Ein 33,3-prozentiger Zuwachs brachte den Herstellern einen Umsatz von 5,4 Milliarden Dollar mit
Blade-Servern.

Mit einem Umsatz von 16,99 Milliarden Dollar und einem Marktanteil von 31,9 Prozent hat sich IBM
im Jahr 2008 im weltweiten Vergleich an die Spitze gesetzt. Besonders im Unix-Bereich konnte IBM
seinen Anteil ausbauen. Die Nachfrage nach Unix-Servern von IBM nahm entgegen dem Trend um acht
Prozent zu.

Trotzdem sank IBMs Umsatz 2008 um zwei Prozent. Mit 15,75 Milliarden Dollar Umsatz und einem
Marktanteil von 29,5 Prozent folgt HP als zweitgrößter Server-Hersteller. Dell kommt auf den
dritten Rang mit 6,20 Milliarden Dollar Umsatz und 11,6 Prozent Marktanteil.

Den größten Marktanteil unter den Top 5 der weltweiten Server-Hersteller hat Sun Microsystems
eingebüßt: Mit einem Minus von 8,4 Prozent fiel der Anteil an den weltweiten Server-Verkäufen auf
10,6 Prozent und brachte dem Hersteller 5,37 Milliarden Dollar Umsatz ein. Fujitsu Siemens kommt
auf 4,8 Prozent Marktanteil bei einem Umsatz von 2,57 Milliarden Dollar.

Jacqueline Pohl/wg

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