Anpassung an neue Techniken

IoT im Wandel

25. März 2021, 07:00 Uhr   |  Rick Vanover/am

IoT im Wandel
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Das Konzept des Internets of Things (IoT) muss sich an neue Gegebenheiten ebenso anpassen wie viele andere Bereiche der Informationstechnik. Auf die neue Welt der vernetzten Geräte werden in naher Zukunft zum Beispiel der 5G-Funkstandard, das Edge Computing und der weiterhin notwendige Umgang mit Rechenzentren als IT-Umgebung zukommen.

Der IoT- und Edge-Computing-Bereich wird wachsen und sich verbessern, aber viele Unternehmen haben Schwierigkeiten damit, dieses Thema anzugehen. Es ist sinnvoll, sich bereits jetzt damit auseinanderzusetzen, um Änderungen übernehmen zu können, wenn die Relevanz von Edge Computing weiter steigt. Was Edge Computing aber für den Großteil der Unternehmen bedeutet, muss nicht für ein einzelnes gelten. Aus diesem Grund kann es kein Universalkonzept geben. Dies gilt auch für IoT-Lösungen. Für jedes Unternehmen und jede Behörde gilt es, einen Plan aufzustellen, um den für sich besten Weg zu finden, wie damit umzugehen ist.

Kein Unternehmen muss bei null anfangen. Es gibt bereits Anbieter, die Lösungen und gute Ansätze zur Verfügung stellen, um das IoT und Edge Computing zusammenzuführen. VMware und Microsoft, um nur zwei Firmen zu nennen, investieren in diesen Bereich und ebnen damit den Weg für spezifische Unternehmenslösungen, die einfach zu implementieren sind. So sind VMware Pulse IoT Center und Azure IoT Edge Ansätze, die eine Zusammenlegung von IoT und Edge Computing durchführbar machen. Unternehmen müssen jedoch ihre Pläne zu Storage und Netzwerkstruktur überdenken und möglicherweise neu entwerfen.

IoT-Geräte sind stärker in alle Prozesse eines Unternehmens oder einer Produktion integriert, was Betriebe grundlegend verändert. Gleichgültig, ob im Bereich von Maschinen, autonomen Fahrzeugen, intelligenten Gebäuden, mobilen Geräten oder medizinischen Systemen – überall dort kann bald ein Netz aus IoT-Geräten ein System bilden, das täglich mehrere TByte an Daten erzeugt. Insgesamt fällt eine unübersichtliche Datenmenge an, die schon aufgrund des Speicher-, Bandbreiten- und Rechenbedarfs einen schwierigen Kompromiss zwischen intelligenten Geräten und unerwünschten Netzwerk- sowie Speicherproblemen erfordert. Hinzu kommt ein weiteres Hindernis, das es zu überwinden gilt: Viele Produktionsstraßen oder Systeme lassen sich nicht völlig durch IoT-Geräte ersetzen. Dort laufen zum Teil weiterhin alte Geräte und Maschinen mit „Supervisory Control and Data Acquisition“-Protokollen (Scada), die veraltet sind und dennoch als Legacy-Hardware eingebunden sein müssen. Gerade diese Maschinen können jedoch ein Einfallstor für Ransomware-Angriffe darstellen. Ihre Daten residierten bislang in der Produktionsinsel. Nun lassen sie sich über Cloud- oder Multi-Cloud-Umgebungen an verschiedene Systeme und sogar an andere Standorte leiten. Diese Daten fallen ebenfalls täglich an und müssen geschützt sein. Denn versagt einmal die IT-Absicherung dahingehend, dass Kriminelle wichtige Daten verschlüsseln oder stehlen, kann dies zur Lahmlegung der Produktion eines Unternehmens oder zur Erpressung führen. Es ist daher essenziell, in die Planung das Thema Datensicherung, Datenrettung und Daten-Management aufzunehmen. Ohne ordentliche Backup-and-Restore-Fähigkeiten – auch für moderne Cloud-Umgebungen mit Zero-Trust- oder „Secure Access Service Edge“-Strukturen (SASE) – wird sonst die großflächige Einführung von IoT und Edge Computing zum kritischen Unterfangen.

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