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Mist WAN Assurance Service und Sprachschnittstelle für Marvis

Juniper dehnt AIOps-Portfolio ins WAN aus

10. August 2020, 10:30 Uhr   |  Wilhelm Greiner

Juniper dehnt AIOps-Portfolio ins WAN aus
© Juniper

Netzwerkausrüster Juniper Networks erweitert sein „AI-Driven Enterprise“-Portfolio für den KI-gestützten IT-Betrieb (AIOps) ins Weitverkehrsnetz. Grundlage dafür ist die Technik für das KI-gesteuerte WLAN-Management, die Juniper letztes Jahr mit dem Hersteller Mist Systems erworben hat. (Mist: englisch für „Dunst, feiner Nebel“, eine Anspielung auf das „Fog Computing“ – sollte man für deutschsprachige Leser wohl vorsorglich erwähnen.) In der aktuellen Fassung deckt Juniper damit das KI-basierte Management von LAN, WLAN und WAN ab. Ebenfalls neu ist eine Sprachschnittstelle für Marvis, Junipers VNA (Virtual Network Asisstant), der auf der Mist-KI basiert.

Die neuen Mist WAN Assurance Services sollen den Automationsgrad im Netzwerk-Management erhöhen. Sie ermöglichen laut Juniper ein KI-gesteuertes SLA-Management (Service-Level-Agreements), eine Ereigniskorrelation vom Client bis zu Cloud für eine schnelle Fehlerbehebung, zudem Anomalieerkennung und proaktiven Support. Mist WAN Assurance liefere KI-Erkenntnisse über das WAN und Zweigstellen an Junipers hauseigene SD-WAN-Lösung. Der Cloud-Dienst streame dazu Telemetriedaten von Junipers SRX-Geräten an die Mist AI-Engine in der Cloud. Er korreliere im Zusammenspiel mit dem VNA Marvis Ereignisse im LAN, WLAN und WAN, was Fehlerfindung und -behebung beschleunigen soll. Beim Erkennen von Anomalien könne das System mittels automatisierter Arbeitsabläufe selbsttätig handeln.

Zugleich erhält Marvis eine AIOps-Konversationsschnittstelle. Der VNA soll IT-Teams damit in Echtzeit Antworten auf Fragen in natürlicher Sprache geben können. Er erkenne die Absicht hinter Fragen und liefere dank seines Zugriffs auf eine umfangreiche Wissensdatenbank mit interaktiven Abfragen Ergebnisse für weitere Schritte. Der Nutzer könne Rückmeldung geben, ob Marvis die richtige Frage beantwortet und die richtige Ursache angegeben hat. Dadurch lerne das System ständig dazu – Grundprinzip jeglicher AIOps-Software. Dank offener APIs könne ein IT-Team Marvis in bestehende IT-Systeme integrieren, um den Netzwerkbetrieb weiter zu automatisieren.

Junipers AI-Driven-Enterprise-Portfolio soll es IT-Teams ermöglichen, Netzwerk-, Anwendungs- und Benutzerprobleme schneller zu bewältigen. Laut Juniper-Bekunden stellt die Software beispielsweise fest, ob das Problem eines fehlgeschlagenen Videoanrufs beim Endgerät, der Anwendung, dem WLAN und/oder dem WAN beziehungsweise dem Internet liegt. Dies gestatte dann automatische Korrekturmaßnahmen, um die Störung möglichst in Echtzeit zu beheben.

Weitere Informationen finden sich unter www.juniper.net.

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