HP ergänzt TC-Portfolio um den t620

Lüfterloser Thin Client mit Quad-Core-Prozessor

16. Dezember 2013, 07:49 Uhr   |  LANline/Dr. Wilhelm Greiner

Lüfterloser Thin Client mit Quad-Core-Prozessor

Mit dem t620 hat HP auf seiner Hausmesse Discover in Barcelona seinen ersten Thin Client (TC) mit Quad-Core-Prozessor präsentiert, der - anders als der kürzlich vorgestellte t820 - keinen Lüfter braucht. Der TC kommt mit vielfältigen Anschlussmöglichkeiten und integrierter HP Remote Graphics Software (RGS). Mit dem Gerät zielt der Hersteller auf Benutzer mit anspruchsvollen Anwendungen in Branchen wie Finanzdienstleistung, Einzelhandel, Gesundheits- oder Bildungswesen.

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In puncto CPU und Chipsatz stehen beim t620 mehrere Optionen zur Auswahl: eine AMD GX-217GA Dual-Core-APU (APU: CPU mit integrierten Coprozessoren) mit AMD Radeon HD 8280E Grafikkarte (1,65 GHz), eine AMD GX-415GA Quad-Core-APU mit AMD Radeon HD 8330E (1,5 GHz) sowie eine „Plus-Variante“ mit AMD GX-420CA Quad-Core-APU und AMD Radeon HD 8400E Grafikkarte (2 GHz). Dank eines neu gestalteten Gehäuses mit erweiterter passiver Kühlung eignen sich die Geräte laut HP trotz Quad-Core-Prozessor für den lüfterlosen Betrieb. Die Geräte sind ab Werk mit 4 GByte RAM (ausbaubar auf 16 GByte) und 16 GByte internem SDD-Speicher (maximal 64 GByte) bestückt.

Der t620 unterstützt laut Herstellerangaben zwei 30-Zoll-Displays (Bilddiagonale 76,2 cm) bei einer Auflösung von 2.560 x 1.600 Bildpunkten. Mittels vorinstallierter Add-in-Grafikkarte eigne er sich sogar für den Betrieb mit vier Displays, wie zum Beispiel in Banken oft gefordert. Netzwerkseitig biete er einen GbE-Kupfer-Port, eine 100-MBit/s-Mini-PCIe-SC-Glasfaser-NIC (optional) sowie WLAN gemäß 802.11a/b/g/n oder 802.11ac (beides ebenfalls optional).

Die Geräte verfügen über zahlreiche Anschlussoptionen. In der Standardkonfiguration sind das vorne zweimal USB 2.0, zweimal USB 3.0, Kopfhörer und Mikrofon, rückseitig zweimal USB 2.0, zwei Display-Ports 1.2, RJ45, Audioeingang  und -ausgang, PS/2 Keyboard, PS/2 Maus sowie ein konfigurierter Port (seriell oder Fiber NIC oder VGA). Hinzu gesellen sich eine PCIe-Erweiterungkarte sowie die Quad-Video-Option.

Das Gerät läuft auf Microsoft Windows Embedded Standard 7E oder auf der hauseigenen Linuxvariante Thinpro, Letzteres mit „Smart Zero Technology“, HPs Auto-Konfigurationswerkzeug.

Dank mitgelieferter Velocity-Software passe sich die Netzwerkkarte automatisch an sich ändernde Netzwerkbedingungen an. Dies vermeide Störungen bei der Echtzeitkommunikation. Mittels RGS wiederum könnten mehrere Benutzer gemeinsam grafisch anspruchsvolle wie auch Linux-basierte Applikationen nutzen. Für Sicherheit sorgen laut HP BIOS-Lösungen auf Basis der NIST-Richtlinien, ein TPM-Chipsatz, die Glasfaseranbindung sowie – ebenfalls neu – eine abschließbare Anschlussabdeckung.

Der HP t620 soll ab Ende Dezember in Deutschland erhältlich sein. Angaben zum Preis machte HP allerdings noch nicht. Weitere Informationen finden sich unter www.hp.com/de.

HPs neuer Thin Client t620 ist mit Dual-Core- oder Quad-Core-APU erhältlich, benötigt aber keinen Lüfter. Der Highend-TC bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten. Bilder: HP

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