MUSA-Algorithmus von ZTE verbessert Überlastkapazität von Zugangsnetzen um über 200 Prozent

Nächste Mobilfunk-Generation: ZTE vermeldet wichtigen Erfolg in der 5G-Forschung

24. April 2015, 08:51 Uhr   |   LANline/jos

Der in China beheimatete und global tätige Anbieter ZTE hat nach eigenen Angaben einen wichtigen Fortschritt in der Erforschung der 5G-Technik erzielt. Für ZTEs MUSA (Multi-User Shared Access)-Technik wurde nachgewiesen, dass sie eine mehr als dreifache Überlastkapazität von drahtlosen Zugangsnetzen unterstützen kann.

Der von ZTE entwickelte MUSA-Algorithmus ermöglicht eine Verbesserung der Funküberlastkapazität um mehr als 200 Prozent, wie die Simulationsergebnisse gezeigt haben sollen. Dies werde den Übergang der Funknetze in das Zeitalter des Internet der Dinge wesentlich unterstützen, so ZTE. MUSA sei eines der wichtigen Forschungsprojekte von ZTE zur Pre5G-Technik, in denen 5G-fähige Methoden für kommerzielle 4G-LTE-Anwender ein 5G-typisches Zugangsverhalten realisieren.

Weitere von ZTE entwickelte Pre5G-Ansätze sind Massive MIMO und Ultra-Dense Network (UDN). ZTE geht davon aus, dass seine Pre5G-Techniken noch in diesem Jahr zum kommerziellen Einsatz kommen.

Zusätzlich testete ZTE nach eigenen Angaben auch seine Pre5G-UDN-Lösung erfolgreich. Diese Lösung nutzt sowohl die hochentwickelte Pico RRU-Hardwareplattform als auch die Cloud-Radio-Interferenzreduktionstechnik aus und erlaubt Netzbetreibern damit einen dichteren Einsatz der Basisstationen, um eine höhere Kapazitätsdichte zu erreichen.

„Die Validierung von MUSA- und UDN-Technologien fördert den weiteren Ausbau der Pre5G-Lösungen“, erklärt Xiang Jiying, Chief Scientist bei ZTE. „Mit der Pre5G-Lösung können Betreiber die Zugriffsrate und Netzkapazität insgesamt exponentiell erhöhen und ihre vorhandenen Ressourcen dabei in den kommenden drei bis fünf Jahren weiternutzen. Bis zur Standardisierung der 5G-Technologien kann diese Lösung die Probleme durch rasant zunehmende Datenmengen effektiv abmildern und unterstützt so Betreiber dabei, Marktchancen zu nutzen und eine bessere wirtschaftliche Entwicklung zu erzielen.“

Durch das Ausnutzen der Leistungsunterschiede der Sendeeinrichtungen (Nah-Fern-Effekt) verwendet der MUSA-Algorithmus von ZTE auf der Senderseite für die Modulation nicht-orthogonale komplexe Spreading-Sequenzen und auf der Empfängerseite sukzessive Interferenzreduktion, um Störungen zu entfernen und  Benutzerdaten wiederherzustellen. Dadurch können mehrere Benutzer gleichzeitig auf ein und derselben Frequenz senden, was die Systemkapazität erheblich erhöht.

ZTE adressiert die zentralen Anforderungen von Mobilnetzbetreibern für den Übergangszeitraum der nächsten drei bis fünf Jahre und hat nach eigener Einschätzung eine führende Rolle bei der Einführung des Pre5G-Konzeptes übernommen. Die von ZTE entwickelte Massive-MIMO-Technik, die im vergangenen Jahr einen vorkommerziellen Test in Zusammenarbeit mit China Mobile erfolgreich absolvierte, gilt als eine der 5G-Kerntechniken. Massive MIMO ermöglicht eine exponentielle Verbesserung der spektralen Funkfrequenz-Effizienz und verbessert sowohl die Netzabdeckung als auch die Systemkapazität. Netzbetreiber können auf dieser Grundlage ihre vorhandenen Standorte und Spektrumsressourcen besser nutzen.

Im März 2015 hatte ZTE offiziell eine Pre5G-Basisstation mit integrierter BBU, RRU und Antenne eingeführt und demonstrierte gemeinsam mit China Mobile auf dem Mobile World Congress 2015 in Barcelona die Abwicklung dieser Dienste. Auf der NGMN-Fachausstellung, die im gleichen Monat in Frankfurt stattfand, wurde ZTE in die erste Auswahl von 5G Innovation Lab Partners der Deutschen Telekom aufgenommen.

Weitere Informationen gibt es unter www.zte.com.

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