Passives Splitting

21. Februar 2008, 08:33 Uhr   |  

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines passiven optischen Netzes ist die Aufteilung der Lichtenergie eines von mehreren Benutzern gleichermaßen genutzten Lichtwellenleiters auf mehreren ONUs. Darüber hinaus erlauben PONs auch jedem einzelnen Benutzer, wiederum Lichtenergie in den gemeinsamen Lichtwellenleiter kollisionsfrei einzuspeisen. Damit dies alles ohne weiteren Einsatz aktiver Komponenten möglich ist, müssen OLT und ONU über spezielle Protokolle miteinander kommunizieren können und darauf basierend für jeden ONU die entsprechenden Sendezeiten verwaltet werden. Neben einer bereits beachtlichen Dämpfung auf dem optischen Übertragungsweg sind also die Signallaufzeiten zu berücksichtigen, um das erforderliche Timing einzuhalten. Dies stellt besonders bei sehr schnellen Systemen eine Herausforderung dar, wenn möglichst große Distanzen zu überbrücken sind. Im Downstream löst man das Problem durch individuelle Adressierung und eine verschlüsselte Übertragung. Alle ONUs empfangen zunächst einmal alle vom OLT gesendeten Daten, geben aber nur die ausdrücklich für sie bestimmten Daten an die angeschlossenen Endbenutzersysteme (CPE) weiter. Die Realisierung des Upstreams ist dagegen etwas komplizierter: Dort werden sowohl protokollarische Definitionen benötigt, die bei TDMA-Lösungen im Downstream an die jeweiligen ONUs übergeben werden und diesen jeweils ihre Sendeberechtigung zuweisen. Zu beachten sind aber auch Timing-Probleme aufgrund der Signallaufzeiten. 

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