Managed Switches für den Industrieeinsatz

Redundantes Switching sichert Produktionsnetz

04. Dezember 2008, 23:58 Uhr   |  

Eine weitere Managed-Switch-Generation von Weidmüller im kompakten so genannten Wave-Line-Gehäuse (Schutzart IP20) soll sich für den Aufbau dezentraler Automatisierungsnetzwerke durch eine sichere und redundante Rapid-Ring-Verbindung eignen. Die Switches bieten eine voll managbare Lösung in kompakter Bauform (108 mm x 45 mm x 129 mm L/B/H) und sind auf eine Tragschiene (TS35) aufrastbar.

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Neben den Standardmerkmalen nach IEEE 802.3x/802.3 unterstützen die Switches unterschiedliche
Redundanzmechanismen – von einfacher Parallelredundanz (Port Based Trunking) bis hin zur schnellen
Ringlösung. Managed Switches gibt es als reine 8-Port-RJ45-Variante oder als Version mit sechs
RJ45-Ports und zwei LWL-Ports. Die optionalen LWL-Ports mit SC-, ST-, LC- oder SCRJ-Stecker bieten
eine störungsfreie Übertragung von bis zu zwei Kilometern in der Multimode-Ausführung. Bei den
Singlemode-Varianten sind Reichweiten von bis zu 120 Kilometern möglich. Alle Wave Line Managed
Switches unterstützen die Topologieerkennung durch das herstellerneutrale Link Layer Discovery
Protocol (LLDP, IEEE 802.1AB). Für den Einsatz in Automatisierungsnetzwerken unterstützen die
Geräte die Protokolle Profinet RT, Ethernet/IP, Modbus TCP und TCP/IP.

Durch die kompakte Bauform und den günstigen Port-Preis will der Hersteller die Switches als
eine besonders kosteneffiziente Lösung für den Einsatz in industriellen Netzwerken verstanden
wissen. Sie sind optional mit zwei digitalen Meldeein- und zwei digitalen Meldeausgängen verfügbar
und sollen so für eine höhere Transparenz in Industrienetzwerken sorgen. Nach der Konfiguration der
IOs lassen sich Parameter des Netzwerks ohne zusätzliche SPS direkt durch den Managed Switch
überwachen. Wird beispielsweise eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) an die IOs
gekoppelt, wechselt bei Ausfall der Versorgungsspannung die USV auf Batterie. Der mit dem Switch
verdrahtete Meldeausgang gibt eine SNMP-Meldung (Trap) ab – so etwa an ein übergeordnetes
SCADA-System (Supervisory Control And Data Acquisition) auf dem Netzwerkserver. Parallel lässt sich
über die Outputs eine Alarmleuchte außerhalb des Schaltschranks aktivieren und signalisiert so
zusätzlich den Spannungsausfall auch visuell.

Die Geräte sind laut Hersteller im Temperaturbereich von -40 °C bis +70 °C uneingeschränkt
betriebsfähig. Zur schnellen Diagnose besitzen die Module Betriebsanzeigen für Datenrate, Power,
Temperaturüberwachung und Verbindung/Aktivität.

LANline/jos

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