HP Campus mit Switch-Serie 5400R zl2 und Anwendung Network Visualizer SDN

SDN-Technik beschleunigt mobiles Arbeiten

28. April 2015, 07:12 Uhr   |  LANline/Dr. Wilhelm Greiner

SDN-Technik beschleunigt mobiles Arbeiten

Auf der Interop in Las Vegas hat HP die neue Netzwerklösung HP Campus vorgestellt, bestehend aus der Switch-Serie 5400R zl2 und der Anwendung Network Visualizer SDN. Mittels ASIC-Innovationen und SDN-Technik will HP die Unternehmensnetze für die flächendeckende Verbreitung von Smartphones, Wearables und Breitband-WLAN gemäß 802.11ac rüsten. 

In den neuen v3-Modulen der Switch-Serie HP 5400R zl2 arbeiten HPs Networking-ASICs der sechsten Generation, die laut Hersteller speziell für das SDN-Umfeld (Software-Defined Networking) konzipiert sind. Die Backplane sei auf 2 TBit/s ausgelegt und damit selbst für den hohen Bandbreitenbedarf von 802.11ac-Funkverbindungen vorbereitet. Zudem sorgten die neuen Switches für deutlich niedrigere Latenz.

Die Switch-Serie 5400R v3 ist laut HP kompatibel mit Openflow (eine Versionsnummer nannte das Q&A-Dokument nicht, man darf annehmen: Openflow 1.3). Ein Gerät der Serie könne bis zu 24-mal mehr Flows verarbeiten als vergleichbare Lösungen, programmierbare Openflow-Verarbeitungspipelines und zehn parallele Advanced-Packet-Prozessoren sorgten für Skalierbarkeit und Flexibilität.

Dank der Multi-Gigabit-Schnittstellen („Smart Rate“ genannt) unterstützen die v3-Module der Switch-Serie 5400R zl2 laut HP 802.11ac Wave 2 Access Points. Smart Rate biete flexible Kapazität von 1 GbE über 2,5 GbE und 5 GbE bis 10GbE mit PoE+. Ein Auswechseln der bestehenden Verkabelung sei nicht erforderlich.

Die kompakten Chassis-Switches mit sechs oder zwölf Slots können laut HP bis zu 288 Ports mit PoE+ versorgen. Dank bis auf 40GbE skalierbarer Line Rate eigneten sich die Layer-2/3-Switches auch für die Aggregation des WLAN-Verkehrs. Zudem sorgten sie mittels verlustfreier Failovers und redundanter Stromversorgung für hohe Verfügbarkeit.

Die neue Anwendung Network Visualizer SDN dient der durchgängigen Datenflusskontrolle in Echtzeit. Der Administrator kann damit laut HP Benutzerprobleme erkennen, ohne den physischen Standort oder die IP-Adresse identifizieren zu müssen. Der mittels SDN verbesserte Überblick ermögliche die schnelle Diagnose und Behebung von Netzwerkproblemen ohne die Anschaffung zusätzlicher Applikationen oder Probes.

In puncto SDN meldet der Netzwerkausrüster auch noch zwei weitere Neuerungen: So wurde die Applikation Network Protector SDN erweitert. Diese umfasse nun eine dynamische Zero-Touch-Schutzfunktion an der Netzwerkperipherie, um BYOD (beruflich genutzte Fremdgeräte) abzusichern. Die Anwendung biete IPS-Funktionalität (Intrusion Prevention System) und verwalte Unternehmensrichtlininen konsistent über das gesamte – also kabel- wie auch funkbasierte – Unternehmensnetz. 

Des Weiteren habe man die Anwendung Network Optimizer SDN verbessert. Diese könne nun automatisch Netzwerkrichtlinien und QoS-Einstellungen (Quality of Service) provisionieren.

HP Campus ist laut Herstellerangaben ab sofort verfügbar. Die Switch-Serie HP 5400R zl2 mit den v3-Modulen soll ab dem 1. Mai 2015 zu Preisen ab 3.299 Dollar erhältlich sein. Network Visualizer SDN soll ab Juni auf den Markt kommen. 
 

Weitere Informationen finden sich unter www8.hp.com/de/de/networking/campus-lan.

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In den neuen v3-Modulen der HP-Switch-Serie 5400R zl2 arbeiten speziell für das SDN-Umfeld konzipierte Networking-ASICs der sechsten Generation. Bild: HP

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