Arista Networks: High-End-Switch für die Finanzindustrie

SwitchApp mit Latenz unter 100 Nanosekunden

21. Mai 2021, 08:30 Uhr   |  Anna Molder

SwitchApp mit Latenz unter 100 Nanosekunden
© Arista

Arista Networks präsentiert mit SwitchApp für seine 7130-Serie einen Ultra-Low-Latency-Switch. SwitchApp basiere auf der FPGA-Technik (Field-Programmable Gate Arrays) und sei vollständig in das herstellereigene EOS (Extensible Operating System) integriert. Diese Kombination ermögliche es Unternehmen aus der Finanzindustrie, mit hoher Geschwindigkeit auf Finanzmarktdaten zuzugreifen und dabei die Flexibilität eines vollwertigen Layer-2/3-Switches sowie die geringe Latenz der Lösung zu nutzen.

SwitchApp ist eine voll funktionsfähige Layer-2/3-Switch-Anwendung, die auf Aristas programmierbaren FPGA-Switches der 7130-Serie läuft. Sie biete eine Latenz von unter 100 Nanosekunden beim Layer-2-Switching. Dank der FPGA-Programmierung, so Arista, können die hauseigenen Ingenieure Funktionen, die normalerweise Hardware-Updates vorbehalten sind, durch Software-Updates oder Konfigurationsvarianten in das Zentrum der Switching-Pipeline einbauen – speziell für Finanzdienstleistungen und Low-Latency-Applikationen.

Laut Hersteller können Unternehmen nun EOS in ihrem gesamten Netzwerk einsetzen, einschließlich der FPGA-basierten Geräte, die auf demselben Betriebssystem laufen, das auch den Netzwerkkern verwaltet. Die 7130-Serie ist außerdem in die Arista-eigene CloudVision-Software integriert, die ein netzwerkweites Modell für Provisionierung, Orchestrierung und Telemetrie bietet und als einheitlicher Kontrollpunkt für Overlay-Controller, Orchestrierungssysteme und Sicherheitsplattformen von Drittanbietern dient, so Arista.

Den Herstellerangaben zufolge unterstützen die latenzarmen L2/3-Funktionen von SwitchApp Einsatzszenarien wie Exchange-Facing mit mehreren Exchange-Verbindungen, L1-Tapping, Routing und Redundanz oder mehrschichtige MLAG-basierte Leaf-Spine-Umgebungen mit redundanten Verbindungen. Die Aktivierung von Funktionen der 7130er-Serie in EOS eröffne außerdem die L1-Technik für Anwendungsfälle, einschließlich Network Tapping und Monitoring, Medienkonvertierung und Remote-Kabel-Management. Die Kombination von Layer 1, 2 und 3 in ein und demselben Gerät ermögliche eine hyperkonvergente Hochleistungsinfrastruktur mit kleinstmöglichem Aufwand für die Verkabelung und höchstmöglicher Flexibilität im Rechenzentrum.

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