Veritas hat mit NetBackup 8.1.2 seine Backup-Lösung deutlich weiterentwickelt. Dies betrifft zum einen die Bedienungsoberfläche, die komplett überarbeitet wurde, zum anderen das Daten-Management. Mit dem Update soll es Mitarbeitern, etwa Administratoren anderer IT-Teams, möglich sein, ihre Daten und Workloads selbst zu sichern.

Die Modernisierung der Oberfläche begründete Mathias Wenig, Senior Manager TS und Digital Transformation Specialist bei Veritas, unter anderem damit, dass der Hersteller die Administrationsjobs vereinfachen will: „Das ist bisher auf Java gelöst, aber nicht mehr State of the Art. Künftig wird die Oberfläche über ein HTML-Interface abgebildet und Aufgaben werden sich mit wenigen Klicks erledigen lassen.“ IT-Verantwortliche können selbst entscheiden, ob sie die neue oder die alte Oberfläche verwenden wollen.

Mit der neuen Version sollen auch Mitarbeiter ihre eigenen Daten und Anwendungen überwachen und sichern können. Dies umfasse Daten in Multi-Cloud-Umgebungen wie auch in lokalen Rechenzentren. „Andere Bereiche, etwa IT-Security-Teams oder VMware-Spezialisten, haben jeweils spezielle Anforderungen an das Daten-Management. Bisher hatten Dateneigentümer wenige Möglichkeiten, ihr Daten-Management selbst zu steuern“, erklärte Wenig gegenüber LANline.

Neue Schnittstellen sollen es künftig erlauben, dass Mitarbeiter nun auch ohne Administrationszugriff den Schutz ihrer Daten übernehmen können. Dies schließe auch das Wiederherstellen ein. Der Zugriff auf die Daten sei mit NetBackup 8.1.2 auch über mobile Geräte möglich. Die Integration des herstellereigenen Web-Services Smart Meter helfe zudem dabei, aktuelle Fehler schnell zu identifizieren, die Kapazitätsauslastung der Backup-Umgebung einzusehen und bei Bedarf Aktionen auszulösen, um den Betrieb der Backup-Umgebung zu gewährleisten. Mit Speicherprognosen unterstützt Smart Meter IT-Verantwortliche außerdem dabei, beispielsweise künftige Storage-Kapazitäten zu planen.

Ebenso hat Veritas nach eigenen Angaben in der neuen NetBackup-Version die Integration mit VMware und moderner Workloads erweitert. Auf diese Weise soll die neue Version die Datensicherung für Multi-Cloud-Umgebungen, virtuelle und physische Infrastrukturen sowie Next-Generation Workloads in einer Konsole vereinen. Laut Herstellerbekunden ist NetBackup dafür konzipiert, sowohl traditionelle IT-Workloads als auch Plattformen für Big-Data-Analysen, Open-Source-Datenbanken und hyperkonvergente Infrastrukturen abzusichern.

Zudem bringt das Update neue Funktionen für VMware-Umgebungen und unterstützt moderne Workloads wie Hadoop, Nutanix, MySQL, PostgreSQL, MariaDB, SQLite, HBase und MongoDB. Autorisierte Anwender sollen über die neue Oberfläche per Instant Access direkt auf virtuelle Maschinen zugreifen und einzelne Dateien ohne Agenten wiederherstellen können. Veritas integriert mit der neuen Version ebenso die herstellereigene, Snapshot-basierte Lösung für Datensicherung CloudPoint 2.1 und ermöglicht es über eine Reihe von Schnittstellen, Interaktionen und Abläufe mit anderen Systemen, etwa dem Helpdesk, zu automatisieren. Unternehmen seien so in der Lage, große und komplexe Backup-Umgebungen mit mehreren Clouds und lokalen Storage-Arrays zentral zu verwalten.

Laut Mathias Wenig will der Hersteller den kompletten Datenzyklus über sämtliche Plattformen hinweg abdecken und mit NetBackup dafür eine zentrale, intelligente Management-Plattform bieten. „Wir wollen eine Sicht auf alle Datenbestände im Unternehmen geben und Erkenntnisse zu Datenveränderungen ermöglichen“, sagte Wenig. Dazu will Veritas auch weiterhin die Integrationen mit weiteren Lösungen, ­ auch von Drittherstellern, ­ in künftigen Releases ausbauen.

NetBackup 8.1.2 ist ab September bei Veritas und seinen Vertriebspartnern erhältlich. Weitere Informationen finden sich unter www.veritas.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.