Starface, Hersteller von IP-Telefonanlagen und -Kommunikationslösungen, hat das neue Major Release für seine UCC-Plattformen (Unified Communications and Collaboration) vorgestellt. Die aktuelle Version 6.7 umfasse über 40 neue UCC-Funktionen, Endgeräte-Integrationen und Security-Funktionen. Ebenso haben die Karlsruher nach eigenen Angaben im Rahmen des Updates die UCC-Clients für Windows und Mac optimiert.

„Angesichts der zunehmend strengen Datenschutz- und Compliance-Vorgaben, denen unsere Kunden heute genügen müssen, haben wir beim neuen Release Starface 6.7 neben vielen funktionalen Erweiterungen auch die Themen Zugriffsschutz und Datensicherheit in den Fokus gestellt“, berichtet Benedikt Kantus, Leiter Produkt-Management bei Starface. So hat der Hersteller laut Kantus mit der neuen rechtebasierten Regelung der Rufübernahmen und dem strengeren TLS-Handling das Sicherheitsniveau der hauseigenen UCC-Plattformen weiter verbessert.

Mit Version 6.7 erhält die Systemsoftware laut Hersteller unter anderem folgende neue Funktionen:

  • Gruppenbasierter Pick-up von Anrufen: Ab sofort sollen Administratoren über die Benutzer- und Gruppeneinstellungen granular definieren können, welche Mitarbeiter für welche Kollegen Anrufe übernehmen dürfen. Auf diese Weise lasse sich sicherstellen, dass jeder Anruf einen auskunftsfähigen Ansprechpartner erreicht, ohne Abstriche beim Datenschutz in Kauf zu nehmen. Die Rechtevergabe basiere dabei auf den bestehenden Telefoniegruppen, ist deshalb sehr einfach konfigurierbar und erfolgt für Mitarbeiter vollkommen transparent.
  • Zusätzliche Sicherheitsfunktionen: Um die UCC-Plattform, die Verbindungen und die Daten der Anwender optimal zu schützen, hat der Hersteller nach eigenen Angaben die Systemsoftware im aktuellen Release um eine Reihe zusätzlicher Schutzmechanismen ergänzt. Hierzu gehört zum Beispiel, dass sie die Benutzer aktiv auffordert, ihre Passwörter zu aktualisieren. Darüber hinaus hat Starface die SSH- und DH-Schlüssellängen auf 4.096 Bit erhöht, und veraltete TLS-Versionen und Cipher entfernt.
  • Verbesserte Einbindung der Gigaset N870 DECT-Multizelle: Mit Version 6.7 unterstütze man die Gigaset-Firmware v16, das Erleichterungen bei der automatisierten Provisionierung mit sich bringen soll, so der Hersteller weiter. Darüber hinaus können die Anwender jetzt auf Knopfdruck auf das Starface-Adressbuch zugreifen.
  • Unterstützung zusätzlicher Endgeräte-Modelle von Yealink, Snom und Gigaset: Die Systemsoftware unterstütze mit Version 6.7 jetzt auch Zero-Touch-Provisioning für die Modelle Snom D120, D385, D717 und D735, für die Yealink-Modelle T53, T53W, T54W und T57W sowie das Gigaset DECT-Tischtelefon Maxwell C.
  • Optimierung der REST-Schnittstelle für Entwickler: Mit Starface 6.7 hat der Hersteller die Versionierung der REST-Schnittstelle an die Server-Version angepasst, um eine einfachere Zuordnung von Version und Funktion zu gewährleisten. Die YAML-Dokumentation der aktuellen Schnittstellendefinition stehe im Administrationsbereich zum Download bereit.
  • Verbesserungen am UCC-Client für Windows und Mac: Starface hat im Zuge des Updates den UCC-Client für Windows in Details optimiert. Dieser unterstütze nun unter anderem die automatische Einstellung des Mikrofon-Pegels, den E-Mail-Versand aus der Quick Access Bar oder dem Call Manager und eine verbesserte Rufnummernerkennung im MS Outlook-Connector. Der UCC-Client für Mac soll jetzt einen einfacheren Zugriff auf aufgezeichnete Gespräche sowie auf den Chatverlauf ermöglichen.

Das neue Release 6.7 steht für Anwender mit Update-Vertrag ab sofort kostenfrei zum Download bereit. Weitere Informationen finden sich unter www.starface.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.