Kamera-Management mit ONVIF-Profil Q

Allied Telesis: Zentrales Management für große IP-Kameranetzwerke

03. Februar 2020, 08:19 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Allied Telesis: Zentrales Management für große IP-Kameranetzwerke

Mit der Integration der ONVIF-Spezifikationen (Open Network Video Interface Forum) in seine Autonomous-Management-Framework-Technik (AMF) will Allied Telesis das Management großer und mittlerer Überwachungsnetzwerke erleichtern. Laufende Pilotprojekte mit Herstellern von IP-Kameras und Überwachungsdienstleistern deuten laut dem Hersteller bereits jetzt auf eine große Anzahl von Vorteilen für kommerzielle Überwachungsanwendungen hin.

Der Wettbewerb unter Herstellern von Netzwerkkomponenten und -lösungen findet seit einiger Zeit auch im wachsenden Surveillance-Markt statt. Dennoch ist Allied Telesis nach eigenen Angaben bis heute der einzige Hersteller von Ethernet-Switches, der das Profil-Q-Protokoll integriert. Diese Spezifikationen für die nahtlose Interoperabilität von IP-basierenden Videosystemen und zugehöriger Managements-Software werden sich nach Einschätzung des Herstellers jedoch aller Voraussicht nach als offener Industriestandard durchsetzen.

"Automatisierte, selbstheilende Netzwerke sind heute in jeder Branche entscheidend für den zuverlässigen Betrieb und die Effizienz", erläutert Christian Rannetshauser, Sales Director DACH/CZ/SK und Director EMEA Channel bei Allied Telesis. In der Fertigung, in kritischen Infrastrukturen, im Gesundheitswesen, im Einzelhandel oder in der öffentlichen Verwaltung werden laut ihm die Techniken immer komplexer. Dies gelte insbesondere für große, dezentrale Netzwerke, die viel Überwachung und Pflege erfordern, während gleichzeitig ein erheblicher Mangel an qualifizierten Operatoren und Technikern bestehe.

Das Autonomous Management Framework (AMF) ermögliche daher einen hohen Grad an Automatisierung für viele Aspekte des Netzwerkbetriebs: von Asset-Management, kundenspezifischen Konfigurationen, der Erkennung und Fehlerbehebung bis hin zur Wiederherstellung im Notfall (Desaster Recovery). Damit sinke die Notwendigkeit, zusätzliches Personal für den Betrieb, die Kontrolle und die Wartung der jeweiligen Netzwerkumgebung einzustellen.

Beim Einsatz von AMF müssen Unternehmen nicht jedes Mal einen Service-Techniker rufen, sobald innerhalb eines Überwachungsnetzwerks eine der IP-Kameras ausfällt, so Allied Telesis weiter. Wenn der automatische Neustart nichts bringe, könne jeder Mitarbeiter das Gerät einfach auswechseln. Dazu gehört nicht mehr, als die Austauschkamera in Position zu bringen und die "On"-Taste zu drücken. Danach übernimmt laut dem Hersteller die AMF-Management-Plattform, die sich um den Anschluss, die Konfiguration und die Integration in das Netzwerk kümmert.

Weitere Informationen stehen unter www.alliedtelesis.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Raritan: KVM-over-IP für anspruchsvolle Aufgaben
Netgear M4300: Switches für professionelles Audio/Video-over-Ethernet
Das Telefon steuert  die Kamera

Verwandte Artikel

Allied Telesis

IoT

IP-Kamera