Centrify-Umfrage unter Sicherheitsexperten

Centrify: Komplizierte Technik und Arbeitsbelastung schaffen Datenrisiken

13. Oktober 2017, 13:05 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Centrify: Komplizierte Technik und Arbeitsbelastung schaffen Datenrisiken

Centrify, Lösungsanbieter zum Schutz digitaler Identitäten von Unternehmen mit hybriden IT-Landschaften, gab soeben die Ergebnisse einer Umfrage unter IT-Experten auf der It-sa in Nürnberg bekannt. Demnach sind komplizierte Technik, hohe Arbeitsbelastung oder Ablenkung hauptsächlich für Fehler der Mitarbeiter und daraus resultierende Datenschutzverletzungen verantwortlich.

Nach komplizierter Technik als Hauptursache (20 Prozent) folgen Ablenkung und übermäßige Arbeitsbelastung mit jeweils 17 Prozent. Auch einen Mangel beim Erkennen von Datensicherheitsverantwortung (13 Prozent) gaben die Messebesucher als eine der wichtigsten Ursachen an. Es folgen Langeweile (zehn Prozent), schlechtes Management (acht Prozent) und mobile Geräte (acht Prozent).

Die meisten Befragten (63 Prozent) sind zudem der Meinung, dass Unternehmen Technik niemals genug Vertrauen entgegenbringen werden, um sie für die Reduzierung von menschlichem Versagen am Arbeitsplatz einzusetzen. Die Mehrheit (70 Prozent) glaubt auch, dass Mitarbeiter und nicht Technik dafür verantwortlich sind, mögliche Datenschutzverletzungen am Arbeitsplatz zu vermeiden.

Dies sind interessante Einschätzungen, sind Maschinen doch schon seit geraumer Zeit auf dem Vormarsch, gerade in Bereichen, wo menschliches Versagen katastrophale Folgen hätte: Beispielsweise in Autopiloten bei Flugzeugen, in Decision-Support-Systemen in militärischen Kommandozentralen, für Bilderkennung bei MRT-Aufnahmen und beim autonomen Fahren zur Reduzierung von Unfällen.

Interessant ist auch der Vergleich mit den Ergebnissen derselben Umfrage, die Centrify auf der Infosec 2017 in London durchgeführt hat: Dort war die Hauptursache nicht komplizierte Technik, sondern hohe Arbeitsbelastung (19 Prozent), gefolgt von Ablenkung und Langeweile (zusammen 35 Prozent). Auf der Infosec stimmte über die Hälfte der Befragten (57 Prozent) der Aussage zu, dass Unternehmen zukünftig der Technik ausreichend genug vertrauen werden, um Mitarbeiter zu ersetzen und menschliche Fehler am Arbeitsplatz zu reduzieren. Zum Vergleich: Auf der It-sa teilen nur 37 Prozent diese Einschätzung.

Auf der Infosec waren zudem fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) der Meinung, dass nicht Technik, sondern Mitarbeiter verantwortlich sein und sicherstellen sollten, dass mögliche Datenschutzverletzungen verhindert werden. Das deckt sich mit den Ergebnissen auf der It-sa (70 Prozent).

Im Vergleich zur Infosec ist die Perspektive der IT-Sicherheitsexperten auf das Potenzial von Technik zum Schutz von Daten zwar konsistenter, aber genauso pessimistisch: Unternehmen werden der Technik eher nicht genug vertrauen, um damit Mitarbeiter zu ersetzen und menschliches Versagen zu reduzieren. Außerdem sehen sie weiterhin die Mitarbeiter in der Pflicht, Datenschutzverletzungen am Arbeitsplatz zu vermeiden.

"Einmal nicht aufgepasst, auf den falschen Link geklickt und das Passwort auf einer Phishing-Seite eingegeben - schon ist der Data Breach da", sagt Michael Neumayr, Regional Sales Manager Zentraleuropa bei Centrify. "Menschen machen Fehler - das liegt in ihrer Natur. Centrify will den Menschen am Arbeitsplatz nicht ersetzen, aber ihm mit seiner IAM-Plattform eine Technologie zur Seite stellen, die dafür sorgt, dass seine kleinen Fehler keine fatalen Konsequenzen mehr haben. Das Passwort mag zwar bei der Phishing-Seite eingegeben worden sein, aber dank der Sicherung der Systeme durch MFA haben die Hacker mit dem Passwort alleine trotzdem keinen Zugriff."

Centrify befragte 60 Besucher zwischen dem 10. und 11. Oktober 2017 auf der It-sa 2017 in Nürnberg und 165 Besucher auf der Infosec 2017 in London zwischen dem 6. und 7. Juni 2017.

Weitere Informationen stehen auf www.centrify.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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