Verbesserte Datenverarbeitung für IIoT-Anwendungen

Crate.io stellt Release CrateDB 4.1 vor

10. Februar 2020, 12:15 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

Crate.io stellt Release CrateDB 4.1 vor

Crate.io hat Version 4.1 seiner Datenbank CrateDB vorgestellt. Mit dem Release der für den Einsatz in IIoT-Umgebungen (Industrial Internet of Things) optimierten Datenbank hat der Hersteller nach eigenen Angaben Funktionen zur besseren Speicherung und Analyse großer Datenmengen in Echtzeit ausgebaut. Im vorherigen Update hat Crate.io bereits die SQL-Funktionalität erweitert sowie PostgreSQL-Tools eingeführt.

Die CrateDB eignet sich laut Herstellerangaben vor allem in IIoT-Umgebungen, in denen große Mengen an Sensor- und Maschinendaten in unterschiedlichen Formaten in Echtzeit erfasst, gespeichert und analysiert werden müssen. Zudem soll sie Unternehmen dabei unterstützen, komplexe Daten-Management-Lösungen für die weitgehende Automatisierung der Fertigung zu entwickeln.

Mit der Version 4.1 erweitert der Hersteller die Fensterfunktionen für kontinuierliche IIoT- und Zeitreihendaten. Nun sollen Anwender in der Lage sein, Lücken in ihren Daten zu füllen. Dies ist entscheidend, so Crate.io, da Sensoren nicht immer ausfallslos Daten senden.

Abfragefenster lassen sich nach dem neuen Release nicht nur über den ausgewählten Bereich, sondern auch über Zeilen definieren, sodass der Anwender das Fenster genau definieren kann. Auf diese Weise soll die Datenbank die Arbeit mit kontinuierlichen, intervallbasierten Daten vereinfachen. Ferner sollen die neuen Fensterfunktionen ab Version 4.1 die Anweisungen mit komplizierten Fenstern, die innerhalb einer Abfrage mehrmals verwenden werden, vereinfachen.

Nach Bekunden von Crate.io entwickeln sich IoT-Anwendungsfälle und Zeitreihendaten zunehmend zu einem der Hauptanwendungsfälle der CrateDB. Eine der größten Herausforderungen hierbei sei die Umwandlung von Zufallsdaten in einen sauberen Datenstrom mit konstantem Intervall. Dies will der Hersteller mit der neuen Version ebenfalls verbessern.

Um mit dem viel genutzten PostgreSQL Schritt zu halten, fügt Crate.io nach eigenen Angaben seiner Datenbank einer Reihe von populären skalaren Funktionen für die Arbeit mit Zeichenketten hinzu.

Da Anwender bei einer großen Datenmenge häufig Select Distinct einsetzen, hat der Hersteller bereits vor einiger Zeit HyperLogLog eingeführt. Den Algorithmus hat Crate.io nun mit dem neuen Release um die Execution Engine erweitert. Dadurch sollen Abfragen auf Spalten mit hoher Kardinalität nun 200 Prozent schneller laufen und weniger Arbeitsspeicher benötigen.

Weitere Informationen finden sich unter www.crate.io.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.

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