Fujitsu präsentiert leistungsstarke NEXTGenIO Hardware-Plattform

Fujitsu: Auf dem Weg vom HPC- zum Exascale-Computing

26. August 2019, 12:22 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Fujitsu: Auf dem Weg vom HPC- zum Exascale-Computing

Mit einem neu entwickelten Hardware-Cluster will Fujitsu nach eigenen Angaben einen entscheidenden Schritt im Bereich High Performance Computing (HPC) machen. Der Ultra-High-Performance-Computing-Cluster NEXTGenIO kann laut dem Hersteller hochkomplexe Systeme wie etwa Wettervorhersagen besser und schneller erfassen und so Forschungsarbeiten erheblich beschleunigen. Die Plattform wurde im Edinburgh Parallel Computing Centre (EPCC), dem Supercomputing-Center der Universität Edinburgh, präsentiert und für den Praxiseinsatz bereitgestellt. Der NEXTGenIO-Prototyp ist das Resultat eines mehr als dreijährigen Forschungsprojekts im Rahmen des Horizont-2020-Programms der EU-Kommission, an dem neben Fujitsu auch Hardware- und Softwareanbieter, Forschungseinrichtungen und Hochschulen beteiligt waren.

Ziel des NEXTGenIO-Projekts ist es, den Input/Output-Engpass (I/O) durch die Entwicklung einer neuartigen, skalierbaren und energieeffizienten HPC-Plattform zu überwinden, die eine skalierbare I/O-Performance für Anwendungen im Exascale-Bereich ermöglicht. Nach erfolgreicher Test- und Validierungs-Phase wurde ein von Fujitsu - unter Verwendung von Intel-Komponenten - entwickelter 34-Knoten-Computing-Cluster-Prototyp nun offiziell an die Advanced Computing Facility des EPCC übergeben.

Dabei haben laut Fujitsu die Partner im NEXTGenIO-Konsortium die Leistungsfähigkeit der neuen Technik bereits unter Beweis gestellt, darunter das European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF), das Supercomputing für Simulationen von Wettervorhersagen einsetzt.

Für das NEXTGenIO-System setzt Fujitsu auf Optane-DC-Persistent-Memory-Module von Intel. Jeder der 34 Rechenknoten ist mit zwei Prozessoren der zweiten Generation der Intel-Xeon-Scalable-Serie und 3 TByte Intel Optane DC Persistent Memory ausgestattet und verfügt über einen Software-Stack zur nahtlosen Unterstützung von I/O- und speicherintensiven Workloads. Die Technik des NEXTGenIO-Projekts ist auch bereits für alle Kunden von Fujitsu verfügbar, so der Hersteller, und zwar in Form entsprechend ausgestatteter Primergy- und Primequest-Server.

Intel-Optane-DC-Persistent-Memory-Module (DCPMM) von Fujitsu stehen in folgenden Servern zur Verfügung: Primergy TX2550 M5, RX2530 M5, RX2540 M5, RX4770 M5, CX2560 M5 und CX2550 M5, CX2570 M5, Primequest PQ3800E2 und PQ3800B2. Die aktuelle Verfügbarkeit variiert je nach Modell und Region. Weitere Informationen stehen unter www.fujitsu.com/de/ zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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