Daten sollen sich 1.000 Mal dichter speichern lassen

IBM-Forscher speichern ein Datenbit auf atomgroßen Magneten

10. März 2017, 10:29 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

IBM-Forscher speichern ein Datenbit auf atomgroßen Magneten

Einem IBM-Team des unternehmenseigenen Forschungszentrums in Almaden ist es nach eigenen Angaben gelungen, mit Hilfe eines einzelnen Atoms den weltweit kleinsten Magneten herzustellen und ein Datenbit darauf zu speichern. Herkömmliche Festplatten benötigen dafür bisher etwa 100.000 Atome, so IBM. Das Ergebnis der Forschungsarbeit basiere auf der Erfahrung von über 30 Jahren Nanotechnologieforschung bei IBM. Dazu gehöre beispielsweise auch die Entwicklung des Rastertunnelmikroskops.

Die im Fachmagazin Nature veröffentlichten Ergebnisse können laut IBM in Zukunft zu wesentlich kleineren Speichermedien führen. Dadurch lassen sich beispielsweise die 35 Millionen Songs bei Itunes auf ein Gerät von der Größe einer Kreditkarte speichern.

"Magnetische Bits sind das Herz von Festplatten, Bandspeichern und aller verwandten auch zukünftigen Technologien", sagt Christopher Lutz, Nanowissenschaftler in Almaden. "Wir wollten durch diese Forschungsarbeit verstehen, was passiert, wenn wir Technologien auf Atomgröße verkleinern."

In ihrer Arbeit zeigen die Forscher, dass man auf zwei magnetisierte Atome Daten schreiben und lesen kann, obwohl sie nur ein Nanometer voneinander platziert sind. Dadurch könne man Daten 1.000 Mal dichter als bisher auf Festplatten und Solid-State-Memory-Chips speichern. Darüber hinaus würden zukünftige Anwendungen von Nanostrukturen mit der Fähigkeit, die Kontrolle über einzelne Atome zu haben, es Nutzern erlauben, 1.000-mal mehr Daten als bisher auf der gleichen Fläche zu speichern.

Weitere Informationen zu IBM Research stehen unter www.ibm.com/research zur Verfügung.

worlds smallest magnet one atom_IBM
©

Ein Forschungsteam von IBM Research hat einen atomgroßen Speicher entwickelt. Bild: IBM

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Ein Forschungsteam von IBM Research hat einen atomgroßen Speicher entwickelt. Bild: IBM

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