Trotz konjunktureller Abschwächung rechnen IT-Dienstleister weiterhin mit hoher Nachfrage

Lünendonk-Studie: IT-Dienstleister erwarten 2020 ein Umsatzwachstum von 10,8 Prozent

16. Dezember 2019, 08:55 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Lünendonk-Studie: IT-Dienstleister erwarten 2020 ein Umsatzwachstum von 10,8 Prozent

Trotz einer konjunkturellen Schwächephase investieren Unternehmen weiter in Innovationen und in ihre digitale Transformation. Davon profitieren Beratungs- und IT-Dienstleister in diesem und im kommenden Jahr. Während die von Lünendonk untersuchten IT-Dienstleister für das laufende Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 10,6 Prozent erwarten, blicken sie auch für das Jahr 2020 mit 10,8 Prozent Umsatzsteigerung in eine aussichtsreiche Zukunft. Vor allem bei Themen wie Softwareentwicklung und -implementierung, Digitalisierung von Kundenschnittstellen, Aufbau von Digital-Marketing- und E-Commerce-Plattformen oder der Cloudtransformation ist die Nachfrage nach externer Unterstützung besonders hoch. Zu diesen Ergebnissen kommt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Lünendonk & Hossenfelder in der Lünendonk-Studie 2019 "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland". Die Analyse beleuchtet Marktstruktur, Trends und Entwicklungen aus Sicht von führenden IT-Dienstleistern sowie großer Anwenderunternehmen und steht kostenfrei unter www.luenendonk.de zur Verfügung.

Die Marktforscher zeigen in der Studie ebenfalls auf, welche Themen 2020 an Bedeutung gewinnen werden. Einen besonders starken Nachfrageanstieg erwarten IT-Dienstleister bei Themen rund um Big Data Analytics, IT Security, agiles Software-Engineering, der Cloudorchestrierung, Aufbau einer flexiblen IT-Landschaft mit Hilfe von Micro-Services und APIs sowie Anwendungen auf Basis der künstlichen Intelligenz (KI). Insgesamt wird sich die Zahl der Softwareprodukte 2020 deutlich erhöhen. "Vor allem Embedded Systems machen immer häufiger Hardwareprodukte zu Smart Products", beobachtet Mario Zillmann, Partner und Autor der Studie. Infolge der steigenden Zahl an neu entwickelten Softwarelösungen und digitalen Produkten nimmt der Integrationsbedarf in die bestehende IT-Landschaft (Backend-IT) massiv zu. So erwarten 89 Prozent der befragten IT-Dienstleister eine starke Nachfrage ihrer Kunden nach Implementierungs-Services.

Bei der Softwareentwicklung geht ein klarer Trend in Richtung agile Entwicklungsmethoden. Dadurch sollen Entwicklungszeiten reduziert und Qualität sowie User Experience erhöht werden. In vielen Unternehmen sind jedoch das erforderliche Know-how, Erfahrungswerte sowie die Firmenkultur noch nicht ausreichend vorhanden oder erst im Aufbau. Daher vergeben Unternehmen zahlreiche Aufträge zur agilen Anwendungsentwicklung an externe Beratungs- und IT-Dienstleister, die über langjährige Erfahrungen und Fachkräfte in diesem Bereich verfügen. "In immer mehr Fällen wird die - agile - Softwareentwicklung und -integration als Gesamtpaket an einen Dienstleistungspartner vergeben, um Schnittstellenbrüche zu vermeiden und die Umsetzungsgeschwindigkeit hoch zu halten", so Zillmann. "Davon profitieren besonders die führenden IT-Dienstleister, die Softwareentwicklungsaufträge mit Hilfe von internationalen Liefermodellen (Near-/Offshore) umsetzen können."

Für die Studie "Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland" hat Lünendonk nach eigenen Angaben neben rund 70 IT-Dienstleistungsunternehmen knapp 150 IT-Verantwortliche aus dem gehobenen Mittelstand sowie aus Großunternehmen und Konzernen befragt. Die Studie ist mit Unterstützung der Beratungs- und IT-Dienstleister BridgingIT, Lufthansa Industry Solutions, NTT Data, Pentasys, Senacor und Sycor entstanden und kostenfrei unter www.luenendonk.de verfügbar.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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