Matrix42 will manuelle Geschäftsprozesse automatisieren

Service-Management für Non-IT-Bereiche

29. März 2017, 14:07 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

Service-Management für Non-IT-Bereiche

Geht es nach Matrix42, einem Anbieter von Software für das Arbeitsplatz-Management, so ist die Unternehmens-IT in ihrer Existenz bedroht: Schließlich wird sie oft von Entscheidern innerhalb der Firma als intransparenter Kostenblock wahrgenommen. Auch die Fachabteilungen sind oft unzufrieden mit der Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung, da interne Prozesse und Abläufe häufig unklar sind und letztendlich nach einem langwierigen Prozess zu falschen Lösungen führen. Diese Entwicklung führt laut Matrix42 dazu, dass die Mitarbeiter in den Abteilungen an der IT vorbei verstärkt auf Software-as-a-Service-Angebote zurückgreifen, die ihre Anforderungen erfüllen. Mit einem ganzheitlichen IT-Ansatz können IT-Abteilungen jedoch nach Meinung von Matrix42 ihre Außendarstellung im Unternehmen wieder verbessern.

Dabei betrachtet man alle Assets innerhalb einer Firma mit dem Ziel, auch die manuellen Geschäftsprozesse mithilfe eines Service-Managements nach dem Modell des IT-Service-Managements (ITSM) zu automatisieren. Dies können unter anderem die Bereiche Personalwesen, Lieferanten-Management, technische Services oder Asset-Management sein. Möglich mache dies ITIL (IT Infrastructure Library), das laut Matrix42 rund 90 Prozent der großen und mittelständischen Unternehmen nutzen und so zum führenden Standard für das IT-Service-Management gemacht haben. Dies ermögliche es wiederrum, die erlangte Prozessreife für andere Geschäftsprozesse zu adaptieren. Dadurch lassen sich am Ende Missverhältnisse zwischen Wünschen, Bedarf und Nutzung bestehender Assets aufdecken, so Matrix42: "ITSM bekommt dadurch einen Enterprise-Service-Management-Charakter", erklärt Fabian Henzler, Director Product Marketing bei Matrix42.

In der Praxis könne dies beispielsweise so aussehen, dass ein Personalleiter bei einer Neueinstellung künftig ein Service-Management-System nutzt, um seine zuvor unkoordinierten und manuellen Prozesse zur Findung eines Mitarbeiters zu zentralisieren. Der künftige Vorgesetzte wählt dann eigenständig aus einem Online-Katalog aus, welche IT-Geräte, Apps und Services der neue Kollege benötigt, und bestellt dies bei der IT-Abteilung. Ein anderer Mitarbeiter kümmert sich parallel im gleichen Service-Management-System darum, dass der neue Kollege neben der IT-Ausstattung am ersten Arbeitstag auch über die benötigten Ausweise und Zutrittsberechtigungen verfügt.

Darüber hinaus ließen sich auch zahlreiche andere Workflows über eine solche Plattform koordinieren, etwa Urlaubsanträge oder die Organisation von Firmenveranstaltungen. Zudem kann jedes Unternehmen laut Matrix42 eigene Service-Ideen in das Service-Management integrieren und diese bei erfolgreicher Umsetzung gegebenenfalls als Online-Service auch an andere Unternehmen verkaufen.

"Unsere Lösung bietet den Unternehmen per Drag-and-Drop die Möglichkeit, ihre Workflows zentral zu koordinieren. Die Mitarbeiter nutzen ITIL, ohne dass sie merken, dass es ITIL ist", so Henzler. Dadurch werde auch die IT-Abteilung entlastet. Ziel ist es, dass diese zunehmend die Rolle eines professionellen Service-Providers für die anderen Fachabteilungen im Unternehmen einnimmt, so Henzler. Dadurch könne sie auch ihre eigenen Prozesse transparent und nachvollziehbar machen, da die Services im Katalog mit klaren Preisangaben und genau definierten Abläufen versehen sind.

Weitere Informationen finden sich unter www.matrix42.com.

ITSM_Matrix42
©

Laut Matrix42 kann eine Service-Management-Lösung zum Beispiel in Personalabteilungen dabei helfen, unkoordinierte, manuelle Geschäftsprozesse zentral zu managen und zu automatisieren. Bild: Matrix42

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Laut Matrix42 kann eine Service-Management-Lösung zum Beispiel in Personalabteilungen dabei helfen, unkoordinierte, manuelle Geschäftsprozesse zentral zu managen und zu automatisieren. Bild: Matrix42

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