Telekom mit Security-Lösung "Industrial Access Protect Pro"

Sichere Fernwartung von Industrieanlagen

02. Mai 2017, 13:07 Uhr   |  Von Dr. Wilhelm Greiner.

Sichere Fernwartung von Industrieanlagen

Bei Schnittstellen für die Fernwartung droht der Missbrauch als Einfallstor für Angreifer. Mit der Lösung "Industrial Access Protect Pro" zeigte die Telekom deshalb auf der Hannover Messe einen virtuellen Raum, in dem Techniker mit Industrieanlagen interagieren können, ohne Direktzugriff auf die Anlage zu haben.

Die Fernwartungslösung "Industrial Access Protect Pro" besteht laut Angaben der Telekom aus einem sogenannten Rendezvous-Server, einem Management-Portal und Verschlüsselungsinstanzen. Die Lösung könne in der Cloud oder am Kundenstandort positioniert sein und ermögliche die Kontrolle jedes einzelnen Zugriffs, zudem die Überwachung von Arbeiten in Echtzeit und deren Aufzeichnung zur Dokumentation. So sei jederzeit nachvollziehbar, wer wann auf welche Anlage zugegriffen und welche Wartungsarbeiten ausgeführt hat.

Als zentrales Sicherheitsmerkmal der Lösung nennt der Konzern, dass sie keine direkten Zugriffe externer Techniker auf die betreuten Anlagen zulasse: Der Kunde müsse Wartungsverbindungen stets zunächst über den Rendezvous-Server freischalten.

Die Anwendung erleichtere die sichere Verwaltung von Nutzerprofilen mit einer Vielzahl spezifischer Anforderungen an den Fernzugriff und unterschiedlichen Berechtigungen. Dies soll sicherstellen, dass autorisierte Personen nur genau das Maß an Zugriff auf sensible Bereiche der Industrieanlagen oder kritischer Infrastrukturen erhalten, das sie benötigen. Die Telekom bietet die Lösung gemeinsam mit dem deutschen IT-Sicherheitshersteller Genua an.

"Industrial Access Protect Pro" ergänzt das Angebot rund um sichere vernetzte Produktion und Infrastruktur, das die Telekom zur CeBIT vorgestellt hatte: Die selbstlernende, vom israelischen Anbieter Cyberx entwickelte Lösung "Industrial Threat Protect Pro" dient der Aufdeckung von Anomalien im Kommunikationsverhalten einer Industrieanlage und erkennt laut Telekom-Angaben nicht nur Angriffe, sondern schlägt auch Alarm bei betrieblichen Störungen, die nicht auf Cyber-Angriffe zurückzuführen sind. Mit Industrial Network Protect Pro wiederum biete man eine verteilte Firewall-Lösung für Industrienetzwerke. Die vorrangig auf Prävention ausgerichtete Firewall soll verhindern, dass Dritte unerlaubt auf das Netzwerk zugreifen und Daten unkontrolliert abfließen.

Weitere Informationen finden sich unter www.telekom.de.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.

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