Digitale Services für Gebäudeautomation sollen Energieeffizienz verbessern

Siemens: Building Data Explorer als Einstieg ins Energiedaten-Management

04. Oktober 2018, 09:14 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Siemens: Building Data Explorer als Einstieg ins Energiedaten-Management

Mit den zwei neuen Dienstleistungspaketen Building Data Explorer und Energy Data Management Pure will die Siemens-Division Gebäudetechnik ihr Angebot im Bereich der digitalen Services erweitern. Betreibern stehen damit  zusätzliche Applikationen zur Verfügung, um von der Digitalisierung in der Gebäudetechnik zu profitieren, so der Hersteller. Die beiden Services sollen es ermöglichen, bestehende Datenquellen effizienter zu nutzen und Maßnahmen zur Optimierung des Gebäudebetriebs abzuleiten. So werde aus Big Data dann Smart Data, was heißt, dass aus großen Datenmengen hochwertige und aussagekräftige Daten entstehen, auf deren Basis sich die Gebäudeautomation effizienter betreiben und der Energieverbrauch optimieren lässt.

Viele Energie- und Facility-Manager sowie Immobilienverantwortliche nutzen laut Siemens bisher keine tagesaktuellen Verbrauchsdaten, weil sie den Aufwand für eine manuelle Erfassung oder für die Einführung eines Energiedaten-Management-Systems scheuen. Für sie soll der Service Energy Data Management Pure ab sofort eine attraktive Alternative darstellen und damit einen einfachen und dennoch leistungsfähigen Einstieg in das Energiedaten-Management gemäß DIN EN ISO 50001 erlauben.

Die Lösung stellt den automatisierten Import von tagesaktuellen Verbrauchsdaten über den Energieversorger oder Netzbetreiber sicher. Gleichzeitig biete sie über eine Web-Applikation eine Vielzahl von aussagekräftigen Berichten und Analysemöglichkeiten. Auf einem übersichtlichen Dashboard kann der Anwender den aktuellen Verlauf seines Energieverbrauchs und Angaben zu Lastgängen und Verbrauchsprofilen sowie Periodenvergleiche ablesen. So lassen sich beispielsweise die Verbräuche einzelner Monate oder unterschiedlicher Gebäude unter Berücksichtigung witterungsbedingter Einflüsse miteinander vergleichen.

Mit Hilfe von Detailauswertungen wie dem "Carpet Plot" sind laut Siemens auf einen Blick Optimierungspotenziale identifizierbar und die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Damit lasse sich beispielsweise nachvollziehen, in welchem Umfang die Reduzierung der Grundlast außerhalb der Betriebszeiten den Energieverbrauch beeinflusst. Alle Auswertungen sind als Grafik oder als Datensatz exportierbar und stehen für die Weiterverarbeitung in anderen Verfahren zur Verfügung.

Der Service "Building Data Explorer" geht laut Siemens noch einen Schritt weiter. Er bietet eine Lösung für die automatisierte Erfassung, die übergreifende Auswertung und die Langzeitarchivierung von bis zu 200 Datenpunkten über BACnet. Der Fokus liegt dabei im Gegensatz zu Energy Data Management Pure nicht nur auf Energieverbrauchsdaten, sondern umfasst die individuelle Analyse und Überwachung von weiteren Anlagendaten wie Fensterkontakten, Ventilstellungen (Hub) oder Stellsignalen.

Gebäude- oder Anlagenbetreibern stehe damit ein besonders einfacher Weg in die Welt von IoT und Data Analytics offen. Auf Basis der intuitiv nutzbaren Bedienoberfläche können die Datenpunkte schnell und aussagekräftig im Zeitverlauf visualisiert werden, was Zusammenhänge und Abhängigkeiten sichtbar macht, so Siemens. Darüber hinaus biete der Building Data Explorer einen Regeleditor inklusive Überwachungsfunktion. Damit lassen sich auch große Datenmengen schnell analysieren und auf Abweichungen überwachen, etwa im Hinblick auf eine konstante Raumtemperatur oder auf Ineffizienzen im Gebäudebetrieb.

Die beiden Dienstleistungspakete Energy Data Management Pure und Building Data Explorer sind sowohl untereinander als auch mit weiteren umfassenderen digitalen Serviceangeboten von Siemens kombinierbar.

Weitere Informationen zur Division Building Technologies finden Interessierte unter www.siemens.de/buildingtechnologies.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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