Partnerschaft mit Vivotek: Mehr Schutz für IP-Kameras

Trend Micro: Fünf Millionen Angriffsversuche auf IP-Kameras blockiert

25. Juni 2019, 08:30 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Trend Micro: Fünf Millionen Angriffsversuche auf IP-Kameras blockiert

Trend Micro hat nach eigenen Angaben innerhalb von nur fünf Monaten insgesamt fünf Millionen Cyberangriffe gegen IP-Kameras abgewehrt. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit Vivotek, Hersteller von Überwachungskameras, schützen die hauseigenen IoT-Sicherheitslösungen IP-Kameras weltweit.

Eine Analyse der anonymisierten und aggregierten Daten von 7.000 IP-Kameras durch Trend Micro habe ergeben, dass IP-basierende Überwachungskameras massiven Cyberangriffen ausgesetzt sind, jedoch bisher nur wenig Gegenmaßnahmen zu finden sind. Um dieses Risiko zu mindern, seien Vivotek-IP-Kameras mit dem Trend-Micro-IoT-Reputation-Service ausgestattet und damit die weltweit ersten Überwachungsgeräte mit Hosted-Intrusion-Prevention-System (IPS) und Schutz vor Brute-Force-Attacken. Zudem sollen die Bedrohungsinformationen des Trend Micro Smart Protection Networks effizienten Schutz vor bekannten Angriffen bieten.

"In immer mehr Unternehmen kommen vernetzte Video-Überwachungslösungen mit künstlicher Intelligenz zum Einsatz. Das stellt einen deutlichen Paradigmenwechsel dar: Weg von den bisher üblichen, weitgehend in sich abgeschlossenen Netzwerken hin zu deutlich verzweigteren Netzen und massivem Einsatz von Cloud-Technologien", sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. "Hersteller und Nutzer müssen deshalb verstärkt auf die Sicherheit dieser IoT-Geräte achten, und Trend Micro möchte seinen Beitrag dazu leisten."

Trend Micros Analyse ergab, dass 75 Prozent aller abgewehrten Hacker-Angriffe Login-Versuche mittels der Brute-Force-Methode waren. Kompromittierte Passwörter können sofort zu Datenverlust führen und das System für weiteren Missbrauch öffnen. Zudem zeigten die aggregierten Daten, dass Angreifer IP-Überwachungskameras mit weit verbreiteter Malware wie Mirai-Varianten sowie über bekannte Schwachstellen angreifen.

"Zwar war das Risiko von Cyberangriffen in der Branche bekannt. Ohne die Ursachen und die Angriffsmethoden zu kennen, konnten die Hersteller das Problem jedoch nicht angemessen adressieren", so Dr. Steve Ma, Vice President of Engineering, Brand Business Group bei Vivotek. Man habe daher unter großem Ressourceneinsatz eine ganzheitliche Cybersicherheitslösung entwickelt, mit der Nutzer schnell auf Bedrohungen reagieren und das Cyber-Risiko mindern können.

Um die möglichen Folgen von IoT-Bedrohungen zu minimieren, schlägt Trend Micro ein Modell der geteilten Verantwortung für alle an der Videoüberwachung beteiligten Parteien vor. Nur durch durchgängigen Schutz und Risikobewusstsein könne man sichere Video-Systeme schaffen. Dazu müssten Hersteller, Service Provider, Systemintegratoren und Nutzer zusammenarbeiten.

Weitere Informationen zu Bedrohungen für IP-Kameras finden sich unter www.trendmicro.com/us/iot-security/special/IP-Camera-Cyberthreats-in-the-Real-World.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

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