Open Systems gibt Tipps für das SD-WAN

Vermeidbare Fehler bei der Implementierung von SD-WAN

28. August 2019, 09:13 Uhr   |  Von Dr. Jörg Schröper.

Vermeidbare Fehler bei der Implementierung von SD-WAN

Software-Defined Wide Area Networks (SD-WANs) sind dynamisch und kostengünstig, Unternehmen versprechen sich davon mehr Flexibilität. Besonders für große Unternehmen, die global agieren, ist die Lösung attraktiv. Vielfältige Verbindungsoptionen erlauben es, den steigenden Bandbreitenbedarf zu bewältigen. Niederlassungen überall auf der Welt und mobile Mitarbeiter lassen sich problemlos ins Firmennerzwerk einbinden. Arbeiten von unterwegs und Home Office sind aber auch in kleineren Unternehmen und im Mittelstand ein wichtiges Thema geworden, so dass die Technik auch dort helfen kann. Doch bei der Implementierung von SD-WAN lauern auch viele Stolpersteine, Open Systems weist in einer Mitteilung auf vier vermeidbare Fehler hin.

  • Den Zeitaufwand unterschätzen: Eine großangelegte Umstellung in der IT-Infrastruktur klappt nicht von heute auf morgen, Unternehmen sollten genügend Zeit einplanen und sich eine Transformationsstrategie zurechtlegen. Zunächst muss man sich über die eigenen Anforderungen klarwerden, die dann auch bei der Wahl eines Providers mitentscheiden. Außerdem sollte das neue Netzwerkkonzept einem ausgiebigen Test unterzogen werden, um eventuelle Schwachstellen aufzudecken, bevor es in den regulären Betrieb übergeht. Dies benötigt natürlich alles seine Zeit
  • Legacy-Infrastruktur vergessen: Auch weil die Umstellung normalerweise nicht schlagartig geschieht, müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre präferierte SD-WAN-Lösung auch mit bestehenden Legacy-Netzwerken kompatibel ist. Dazu ist es nötig, dass ein Anbieter mit verschiedenen Netzwerkprotokollen wie RIP, OSPF oder BGP zurechtkommt. So ist gewährleistet, dass wichtige Geschäftsprozesse auch in der Umstellungsphase nicht unterbrochen sind.
  • Sicherheit vernachlässigen: Im Gegensatz zu geschlossenen MPLS-Netzen sind SD-WAN-Router direkt an das Internet angeschlossen, was für Angreifer eine potenzielle Eintrittsstelle eröffnet. Generell basieren SD-WAN-Lösungen auf vielen Softwarekomponenten, und mehr Software bedeutet auch mehr potenzielle Schwachstellen. Ein schlecht implementiertes SD-WAN kann für Unternehmen so also sogar zu einem zusätzlichen Sicherheitsrisiko werden. Daher ist es wichtig, bei der Auswahl einer SD-WAN-Lösung auch auf die richtigen Sicherheits-Features zu achten, dazu gehören: Next Generation Firewalls, Eindringungsschutz, Malware-Schutz und erweiterter Bedrohungsschutz.
  • Ressourcenaufwand unterschätzen: Der Betrieb und die Überwachung eines SD-WAN benötigt technische Ressourcen und Knowhow in der Belegschaft. Die Mitarbeiter müssen sich etwa bei den Themen Netzwerk-Architektur (WAN und SD-WAN), applikationsbasierende Netzwerke, globale Netzwerksicherheit, Multi-Provider-Netzwerke und Netzwerk-Orchestrierung auskennen. Verfügen Unternehmen selbst nicht über die nötigen Ressourcen und Fähigkeiten, besteht die Möglichkeit, Aufgaben an einen Managed Service Provider auszulagern. Dies kann die gesamte Betreuung des Netzwerkes umfassen, oder Teilbereiche, je nach eigenem Stand eines Unternehmens.

Weitere Informationen stehen unter www.open-systems.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.

Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Linkedin teilenVia Mail teilen

Das könnte Sie auch interessieren

Silver Peak: SD-WANs in Unternehmen erfolgreich
Manuelle Administration hat ausgedient
Mehr Speed für SaaS-Applikationen

Verwandte Artikel

SD-WAN

WAN