Neue Versionen von vSphere und vSAN angekündigt

VMware: Mehr Funktionen für das Hybrid-Cloud-Management

27. April 2018, 12:30 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

VMware: Mehr Funktionen für das Hybrid-Cloud-Management

Mit den neuen Versionen vSphere 6.7 und vSAN 6.7 will VMware Unternehmen beim sicheren Betrieb von geschäftskritischen und modernen Anwendungen im Rechenzentrum, am Edge, in der Public Cloud oder in hybriden Cloud-Umgebungen unterstützen. Die Updates sollen "das Nutzererlebnis verbessern", die Sicherheit erhöhen und neben einer verbesserten Anwendungsunterstützung auch die Funktionen für ein Hybrid-Cloud-Management umfassen.

Mit vSphere 6.7 biete die Plattform für die Hybrid Cloud ein unkompliziertes und effizientes Management, integrierte Sicherheit und eine verbesserte Unterstützung für mehr Workloads. Darüber hinaus unterstütze vSphere 6.7 künstliche Intelligenz (KI), Machine Learning (ML), Big Data, geschäftskritische und Cloud-native Workloads sowie In-Memory und 3D-Grafik-Unterstützung.

Der vCenter Hybrid Linked Modus soll außerdem eine einheitliche Transparenz und Verwaltung über verschiedene vSphere-Versionen ermöglichen, die lokal oder in der Public Cloud ausgeführt werden, etwa VMware Cloud on AWS, IBM Cloud sowie anderen Partner-Clouds. Auf diese Weise seien Anwender in der Lage, ihre aktuelle Version der Plattform bei Bedarf lokal Ort zu warten und gleichzeitig die Vorteile der neuen Funktionen in vSphere-basierten Public Clouds zu nutzen.

ESXi Single Reboot und vSphere Quick Boot reduzieren nach Bekunden des Herstellers die Patch- und Upgrade-Zeiten erheblich, indem die Anzahl der erforderlichen Neustarts halbiert wird, während vSphere Quick Boot Hardware-Initialisierungsschritte überspringt, um weitere Effizienzsteigerungen beim Neustart zu erzielen.

Verbessertes Host-Lifecycle-Management

vSphere Persistent Memory soll hingegen die neueste Innovation rund um nichtflüchtigen Speicher nutzen und dadurch die Performance bestehender und neuer Anwendungen deutlich verbessern. Durch die erweiterte Unterstützung von Nvidia Grid vGPUs für moderne Workloads verbessere die neue Version zudem das Host-Lifecycle-Management und reduziere durch neue Suspend-and-Resume-Funktionen für VMs in GPU-beschleunigten Umgebungen mögliche Unterbrechungen für den Nutzer. Außerdem verbessere vSphere 6.7 die Unterstützung für Nvidia Grid Virtual PC/Virtual Apps und Nvidia Quadro Virtual Data Center Workstation wodurch es eine optimale Verwaltung von VDI-Workloads ermögliche. Administratoren erlaube dies außerdem, andere, auf Nvidia basierende GPU-fähige Workloads - einschließlich KI und ML - auszuführen.

Ebenso unterstützt die Plattform jetzt die aktuellsten Trusted Platform Module (TPM) 2.0 und Virtual TPM 2.0, wodurch sich die Sicherheit und Integrität sowohl für den Hypervisor als auch für das Gastbetriebssystem (OS) verbessert, so VMware. Virtual TPM 2.0 verhindere, dass VMs und Hosts manipuliert und kompromittiert werden, unterbinde das Laden nicht autorisierter Komponenten und ermögliche außerdem Sicherheitsfunktionen für Gastbetriebssysteme.

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Der auf HTML-5-basierte vSphere Client bietet mit der neuen Version eine moderne Benutzeroberfläche. Bild: VMware

Der erweiterte, HTML-5-basierte vSphere Client verfügt laut Hersteller nun über neue Funktionen für das Management von VMware NSX, vSAN und dem vSphere Update Manager und unterstützt zudem verschiedene Produkte von Drittanbietern.

Die erweiterte vCenter-Server-Appliance soll mit dem Update von effizienteren Verwaltungsfunktionen und einer optimierten Leistung profitieren. Ein schnellerer Zugriff für vSphere-Administratoren führe etwa zu erheblichen Zeit- und Kostenersparnissen.

Mit vSAN 6.7 will VMware nach eigenen Angaben eine verbesserte Erfahrung mit Hyper-Converged Infrastructure (HCI) bieten. Anwender seien nun in der Lage mit vSAN On-Premise oder in der Cloud ihre vSphere-Umgebung mit einer HCI weiterzuentwickeln. Die neue vSAN-Version verkürze die Time-to-Expertise mit einer überarbeiteten Benutzeroberfläche und beschleunige die Entscheidungsfindung durch erweiterte Überwachungs- und Analysefunktionen, so VMware.

Globale Betriebsansicht von vSAN-6.7-Umgebungen

vSAN-Administratoren sollen von einem einheitlichen, intuitiven Management mit dem HTML5-basierten vSphere-Client profitieren, der neue Funktionen und optimierte Workflows für den vSAN-Betrieb umfasst.

Zudem biete der integrierte vRealize Operations Healthchecks in vCenter Server eine einheitliche Ansicht zur Überwachung und Steuerung mehrerer HCI-Umgebungen. vRealize Operations ermöglicht laut Hersteller eine globale Betriebsansicht von vSAN-6.7-Umgebungen mit sechs neuen Dashboards, die in vCenter Server 6.7 integriert sind. Administratoren erhalten auf diese Weise Informationen zur Kapazität, Leistung und KPIs. Auch das Überwachen von Warnmeldungen sei dadurch möglich.

Mit Host-Pinning und iSCSI-Failover Support erweitert VMware außerdem nach eigenen Angaben die Anwendbarkeit von HCI auf Anwendungen wie Cassandra, Hadoop und MongoDB sowie auf geclusterte Windows-Server-Umgebungen. Die Funktion Intelligent Self-Healing Capabilities lindere hingegen die Auswirkungen von Störfällen wie Hardwarefehlern durch intelligente Ressourcenzuweisung. Mit vSAN-Encryption biete vSAN 6.7 zudem eine verbesserte Verschlüsselung für die strengen Sicherheitsanforderungen der US-Bundesregierung mit FIPS-140-2-Validierung zum Schutz der Daten vor Störfällen, so VMware.

Mit der neuen Version führt der Hersteller außerdem vSAN ReadyCare ein, um den Support für HCI-Umgebungen zu verbessern. Damit will er nach eigenen Angaben Unternehmen dabei helfen, mögliche Probleme mit HCI zu vermeiden oder schnell zu beheben. Zudem sollen eine Kombination der aus vSAN-Support-Insight-Analytics hervorgehenden proaktiven Telemetrie-Funktionen sowie ein zusätzlicher Supportmitarbeiter von VMware Ausfallzeiten minimieren.

VMware vSphere 6.7 und vSAN 6.7 sind voraussichtlich Anfang Mai verfügbar. Weitere Informationen finden sich unter www.vmware.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.

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