Panda Adaptive Defense 360 soll Schutz nach Support-Ende bieten

Windows Server 2008 sicher weiter betreiben

10. Januar 2020, 07:57 Uhr   |  Von Timo Scheibe.

Windows Server 2008 sicher weiter betreiben

Microsoft stellt am 14. Januar 2020 den erweiterten Support für Windows Server 2008 und Windows Server 2008 R2 ein. Um keine Sicherheitslücken oder Verstöße gegen Compliance-Vorschriften zu riskieren, empfiehlt der Softwareanbieter die Migration zu Microsoft Azure.

Laut Panda Security ist dies jedoch aufwendig und nicht in allen Fällen kurzfristig umzusetzen. Des Weiteren gebe es immer noch Unternehmen, die keine konkreten Pläne für die Migration auf ein neues Server-System haben. Ein System ohne neue Patches birgt jedoch Risiken und kann ungewollt zum Eingangstor für Angreifer werden, so der Sicherheitsanbieter weiter. Panda will jedoch mit seiner Sicherheitslösung AD 360 (Adaptive Defense 360) Unternehmen eine Möglichkeit bieten, auf das Problem zu reagieren.

Bei AD 360 handelt es sich um eine Kombination aus einer Endpoint-Protection-Plattform, EDR (Endpoint Detection and Response) und Attestation-Service. Auf diese Weise ist es laut Hersteller möglich, eine Echtzeitüberwachung sowie eine Erfassung und vollständige Kategorisierung aller laufenden Prozesse auf allen Endpoints - inklusive Server und Mobilgeräte - zu realisieren. Dadurch spürt AD 360 nach Bekunden von Panda auch nach Auslaufen der Windows-Updates bestehende und neue Sicherheitslücken auf.

Dazu nutze die Lösung selbstlernende Systeme in Big-Data-Umgebungen, um alle ausgeführten Anwendungen und aktiven Prozesse der gesamten IT-Infrastruktur in vertrauenswürdige und nicht vertrauenswürdige Prozesse zu unterscheiden. Panda analysiert nach eigenen Angaben unbekannte sowie bekannte Komponenten in der Prozesskette, um Angriffsversuche zu unterbinden. Sollte ein System durch Abhängigkeiten mit anderer Software, wie hier das Support-Ende für Windows Server 2008, nicht vollständig gepatcht sein, könne AD 360 auf diese Weise verhindern, dass Angreifer diese Sicherheitslücke ausnutzen, so der Hersteller weiter.

Ferner bietet der Sicherheitsanbieter die Lösung auch als Managed Service an. Dadurch überprüfen, analysieren und bewerten Panda-Fachleute auch nicht automatisch klassifizierbare Anwendungen.

Das optionale Erweiterungsmodul Data Control soll Unternehmen außerdem bei der Einhaltung von Datenschutzbestimmungen nach der DSGVO unterstützen und eine umfassende Überwachung zum Schutz vor Datenmissbrauch bieten. Das Modul bietet laut Hersteller eine Dokumentation und Visualisierung der Daten sowie eine Echtzeitwarnung bei Datenlecks. Darüber hinaus ermögliche es einen schnellen Abruf von Reports im Falle von Anfragen oder meldepflichtigen Pannen.

Weitere Informationen finden sich unter www.pandasecurity.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.

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