Biometrische Authentifizierung liegt in der Gunst der deutschen Verbraucher dicht hinter dem traditionellen Passwort, wie eine repräsentative Umfrage von Nuance unter mehr als 1.000 Deutschen zeigt. Die eigene Stimme gilt demnach für 34 Prozent der Biometrie-Befürworter als Identifikationsfaktor der Wahl, obwohl Stimmbiometrie in Deutschland bisher noch nicht weit verbreitet ist.

Die Umfrage von Nuance ergab, dass die biometrischen Authentifikationsmethoden in der Beliebtheit nur noch knapp hinter dem traditionellen Passwort liegen, so eine Mitteilung des Sprachverarbeitungsspezialisten. 46 Prozent wählten Passwort oder PIN, 41 Prozent dagegen biometrische Methoden wie Fingerabdruck, Iris-Scan oder die eigene Stimme als bevorzugte Authentifizierungsmethode.

„Nutzer sind es heute gewohnt, Geräte wie Handy, Lautsprecher oder auch den Bordcomputer im Auto mit ihrer Stimme zu bedienen“, sagt Heiner Kruessmann, Sales Director DACH bei Nuance. „Fast die Hälfte der Deutschen nutzt bereits Sprachsteuerung für Dienste wie Alexa, Siri und Co. 50 Prozent davon sprechen oft oder täglich mit ihrem Gerät. Diese Gewöhnung werden wir auch im Einsatz von Stimmbiometrie sehen.“

„Nutzer sind es heute gewohnt, Geräte wie Handy, Lautsprecher oder auch den Bordcomputer im Auto mit ihrer Stimme zu bedienen“, sagt Heiner Kruessmann, Sales Director DACH bei Nuance.

„Nutzer sind es heute gewohnt, Geräte wie Handy, Lautsprecher oder auch den Bordcomputer im Auto mit ihrer Stimme zu bedienen“, sagt Heiner Kruessmann, Sales Director DACH bei Nuance.

Am Telefon jedoch bevorzugt noch immer die große Mehrheit (68 Prozent) einen menschlichen Gesprächspartner. Vor allem im Callcenter kann es eine frustrierende Erfahrung sein, sich erst durch standardisierte Frageprotokolle arbeiten zu müssen, bevor man authentifiziert und zum Berater durchgestellt wird. Stimmbiometrie mache Schluss damit.

Weltweit authentifizieren sich nach Aussagen von Nuance heute bereits 300 Millionen Kunden von Telekommunikationsunternehmen, Banken und Versicherungen über ihren Stimmabdruck beim Anruf im Callcenter. Das Analystenhaus Opus Research sagt für 2020 bereits 600 Millionen Nutzer voraus. Auch in Deutschland können seit einigen Wochen die Kunden der Deutschen Telekom den Service SprachID nutzen und sich mit ihrer Stimme bei der Hotline anmelden. Anrufer benötigen demzufolge weder Rechnungsnummern oder Zahlenkombinationen noch ein zusätzliches Gerät, wie etwa beim Fingerabdruckscan. Um noch mehr Sicherheit zu schaffen, nutzen Unternehmen neben der Sprache auch andere biometrische Merkmale ihrer Kunden, wie Gesichtserkennung bis hin zur Erfassung der individuellen Tippgeschwindigkeit von Computernutzern.

„Wir leben in den letzten Tagen der Passwortdominanz. Viele wählen der Bequemlichkeit halber einfache Zahlenkombinationen oder Phrasen, die sich auch leicht von Fremden oder simplen Tools erraten lassen“, fügt Kruessmann hinzu. „In Zukunft werden sich biometrische Verfahren als sicherere Lösungen durchsetzen. In Bereichen, in denen der Nutzer situationsbedingt spricht, wird die Stimmbiometrie weiter wachsen – etwa am Telefon oder in der Interaktion mit Software-Assistenten sowie im Smart Home.“

Weitere Informationen stehen auf www.nuance.de zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.