Der Cloud-Anbieter OVH hat sein Portfolio um einen Managed-Kubernetes-Service für seine Public Cloud vorgestellt. Der Dienst soll Anwendern die Nutzung von Kubernetes innerhalb der OVH-Infrastruktur ermöglichen. Nach Bekunden des Hosters umfasst das neue Angebot eine unkomplizierte Bereitstellung sowie ausfallsichere und skalierbare Anwendungen.

Unter anderem beinhalte der Managed-Kubernetes-Service folgende Komponenten:

  • einen Load Balancer, der nativ in Kubernetes integriert ist,
  • kundenspezifisch wählbare Richtlinien für Sicherheitsupdates sowie
  • die Wahl zwischen den beiden aktuellsten auf dem Markt verfügbaren Kubernetes-Versionen 1.11 und 1.12.

Der neue Dienst basiere auf offenen Standards und nutze zudem die Vorteile der Public Cloud des Hosters, etwa einen Support rund um die Uhr, kostenlosen DDoS-Schutz sowie den Zugang zum eigenen weltweiten 16-TBit/s-Glasfasernetz. Außerdem umfasst das Angebot die Nutzung einer standardmäßig offenen API, die nach Herstellerangaben von einer großen Community und einem breiten Ökosystem (einsehbar unter landscape.cncf.io/) profitiert.

Weiter bekundet der Cloud-Anbieter, dass der vorgestellte Managed Services vollständig mit Kubernetes kompatibel ist, sodass Anwender unter anderem den originalen Kubernetes-Baustein für die Zugriffskontrolle (RBAC) verwenden können. OVH stellt die Orchestrierungssoftware sowie die dafür nötige Infrastruktur nach eigenen Angaben kostenlos zu Verfügung. Anwender zahlen hingegen den persistenten Speicher und die Recheninfrastruktur, auf der ihre Container laufen (pay as you go). Ein Cluster mit konstanter CPU- und RAM-Leistung sei beispielswiese ab 26,18 Euro pro Monat erhältlich. Eine Infrastruktur aus fünf Worker Nodes mit insgesamt 35 GByte RAM und 10 vCores liegt laut Hersteller bei monatlichen 130,90 Euro.

Derzeit steht der Managed-Kubernetes-Service Kunden für das OVH-Rechenzentrum in Gravelines (Frankreich) zur Verfügung. In den nächsten Monaten soll der Dienst jedoch schrittweise auch in den anderen Public-Cloud-Regionen des Hosters eingeführt werden.

Darüber hinaus will der Cloud-Anbieter demnächst mit der vRack-Technik kompatibel sein. Anwendern sollen dadurch hybride private Infrastrukturen auf einem globalen Level über mehrere Rechenzentren hinweg aufbauen können. Sie sollen außerdem auf Kubernetes-Cluster sowohl innerhalb eines privaten als auch des standardmäßigen öffentlichen Netzwerks zugreifen können. Weiter bestehe für Nutzer mit vRack die Möglichkeit, über die Erweiterung OVHcloud Connect all ihre bestehenden Ressourcen sowohl in der OVH Cloud als auch On-Premise zu vereinen.

Weitere Informationen stehen unter www.ovh.de zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.