Laut einer internationalen Umfrage im Auftrag des Performance-Optimierers Riverbed kämpfen fast alle Unternehmen (95 Prozent, in Deutschland 91 Prozent) mit der Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Zu den Hürden zählen laut denbefragten Entscheidungsträgern neben Budgetlimits Leistungsschwankungen bei den digitalen Diensten sowie mangelnde Einblicke bei der Verwaltung von Apps, Services und Legacy‑Infrastruktur.

Fast alle Teilnehmer der „Digital Performance Global Survey 2018“ (je 98 Prozent weltweit und in Deutschland) waren sich einig, dass digitale Services und Apps in Zukunft geschäftskritisch sein werden. Ebenso einhellig (je 99 Prozent) war man der Meinung, dass eine optimale Performance der digitalen Services für die Business-Performance entscheidend ist.

Die meistgenannten Hürden waren:

* Budgetbeschränkungen (38 Prozent in Deutschland, 51 Prozent weltweit, jedoch nur 27 Prozent in China),
* übermäßig komplexe oder starre Legacy‑IT‑Infrastruktur (37 Prozent in Deutschland, 45 Prozent weltweit),
* mangelnde Transparenz bezüglich digitaler Services oder Nutzererfahrung (36 Prozent in Deutschland, 40 Prozent weltweit),
* fehlendes oder unzureichend ausgebildetes Personal (38 Prozent in Deutschland, 39 Prozent weltweit) sowie
* mangelndes Interesse auf Führungsebene, Digitalisierungsinitiativen zu priorisieren (nur 30 Prozent in Deutschland, jedoch 37 Prozent weltweit).

86 Prozent der Befragten in Deutschland (79 Prozent weltweit) berichteten allerdings, dass entscheidende digitale Services und Anwendungen mehrmals im Monat versagen. Dies schränke die Produktivität und die Nutzererfahrung ein.

Die Hälfte der Umfrageteilnehmer nannte eine Stunde als maximal verfügbaren Zeitraum, um Probleme bei der Performance digitaler Services zu beheben. 28 Prozent der deutschen Befragten (20 Prozent weltweit) gaben sogar nur ein Zeitfenster von wenigen Minuten an. Ausfälle seien deshalb so kritsch, weil sie Umsätzen kosten können und die Kundenloyalität wie auch die Reputation der Marke schwächen, so Riverbed.

Fast alle Befragten weltweit (99 Prozent) und alle aus Deutschland gaben an, dass Cloud‑Technik für die digitale Strategie ihres Unternehmens wichtig ist. Zudem erwarte man im Unternehmen Investitionen in neue Techniken, darunter:

* Datenanalyse (60 Prozent weltweit, 57 Prozent in Deutschland),
* Internet of Things (IoT; 59 Prozent weltweit, 63 Prozent in Deutschland),
* Blockchain (48 Prozent weltweit und in Deutschland),
* Machine Learning (47 Prozent weltweit und 54 Prozent in Detuschland),
* künstliche Intelligenz (47 Prozent, 51 Prozent in Deutschland),
* Virtual Reality (36 Prozent, 42 Prozent in Deutschland) sowie
* 5G‑Mobilfunk (21 Prozent weltweit, 32 Prozent in Deutschland).

Die komplette Umfrage ist verfügbar unter www.riverbed.com/de/go/digital-performance-survey-2018.html .

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.