Mit seiner Cloud Adoption Solution (CAS) for AWS liefert Performance-Management-Spezialist New Relic ein neues Framework, um Migrationen von Workloads in Amazons Public-Cloud-Umgebungen zu optimieren. Im Zusammenspiel mit dem Migration Acceleration Program (MAP) von AWS biete CAS die erforderliche Monitoring-Technik, um die komplexen geschäftsbezogenen Herausforderungen von Cloud-Migrationen zu bewältigen, so New Relic.

Das SaaS-Angebot CAS erlaube es, den gesamten Migrationsprozess von der Planung bis zur Implementierung und dem Betrieb zu verstehen und zu verbessern. CAS unterstütze das Anwenderunternehmen dabei, Migrationen effektiver zu planen und zu priorisieren. Zudem ermögliche es die Software, den Migrationsprozess in Echtzeit mitzuverfolgen und den Einfluss auf die Business-Performance zu beurteilen. Dies wiederum liefere die Basis dafür, die Ergebnisse der Migration mit den vorab festgelegten Geschäftszielen abzugleichen.

So könne man zum Beispiel ermitteln, ob die Verlagerung eines Geschäftsprozesses in die Cloud die Erwartungen erfüllt hat. Zugleich erleichtere es die Lösung, die IT-Umgebung schneller an sich wandelnde Geschäftserfordernisse anzupassen.

Im Kern, so Carlo Pacifico, Regional Vice President DACH bei New Relic, im Gespräch mit LANline, liefere New Relic eine APM-Lösung (Application-Performance-Management), die der Anbieter sowohl in Richtung Endgeräte (einschließlich Mobilgeräte) sowie in Richtung Cloud erweitert habe.

New Relics Performance-Überwachung ist ein SaaS-Angebot, das laut Pacifico zwei Milliarden Leistungswerte der installierten Agenten pro Minute erfasst. Diese Daten werte man mit künstlicher Intelligenz aus. Der Anwender könne sie mittels anpassbarer Dashboards in den jeweiligen Geschäftskontext setzen und auf dieser Basis für Prognosen nutzen. Mit der Hilfe von APIs und SDKs sei auch eine tiefergehende Anpassung möglich.

New Relic sorgt laut seinem DACH-Verantwortlichen damit für den durchgängigen Überblick bei der Nutzung von Cloud-Services und mache diese Erkenntnisse geschäftsbezogen nachvollziehbar. So könne man zum Beispiel ermitteln, ob eine Latenz von zwei Sekunden bei der AWS-Nutzung an der EC2-Instanz liegt oder aber an der Telko-Anbindung.

Die Pointe: New Relic setzt die Performance-Werte in den Geschäftskontext. Ein E-Commerce-Anbieter zum Beispiel erkenne die aufgrund von Performance-Mängeln entstandenen Umsatzeinbußen auf einen Blick. Dadurch könne man auch Ressourcen besser zuordnen und das IT-Budget sinnvoller planen, so Pacifico.

Für die Auswertung der Informationen nutzt New Relic laut Pacifico eine hauseigene Query Language und einen „Applied Intelligence“-Cloud-Service auf Machine-Learning-Basis. Bei der Erkennung von Anomalien erzeuge die Software nicht nur proaktive Alerts, sondern gebe zudem Empfehlungen für die Behebung der Störung. Das Monitoring für die Performance-Optimierung und die Trendanalyse erfolge aber stets nur innerhalb der jeweiligen Kundenumgebung, ein unetrnehmensübergreifender Vergleich der Benchmark-Daten erfolge hingegen nicht.

Die Lösung bietet laut New-Relic-Angaben über 30 Integrationen mit AWS-Services wie DynamoDB, SNS, SQS, Kinesis oder RDS. Die Performance-Überwachung reiche bis auf die Ebene einzelner Docker-Container.

New Relics Kundenbasis umfasst laut Carlo Pacifico über 17.000 Unternehmen, davon 2.500 aus dem Enterprise-Segment und 45 Prozent der Fortune 500.

Weitere Informationen finden sich unter www.newrelic.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.