Der Blackberry vom RIM ist ein Trendprodukt – und hat es doch nicht leicht, denn erstens schielt da Microsoft auf seine Marktlücke, und zweitens kommen immer mal wieder Zweifel an der Sicherheit der Blackberry-Mail-Übertragung auf. Dabei ist es nicht die Architektur der RIM-Technik, deren Vertrauenswürdigkeit angezweifelt wird, sondern die Zwangsleitung der Mails über Server in Ländern wie Großbritannien, wo das Recht leichter eine Einsichtnahme in Inhalte und Verbindungsdaten erlaubt und wo politische und wirtschaftliche Spionage nicht ganz auszuschließen ist. Eine entsprechende Warnung des BSI, die eigentlich auf den Einsatz des Blackberry durch Behördenangehörige gemünzt war, hat vor kurzem einige Furore gemacht und RIM zu einer Stellungnahme veranlasst, die die Bedenken aber nicht im Kern traf. Jetzt allerdings bringt PGP eine in das Blackberry-OS 4.1 integrierte, echte End-to-End-Verschlüsselung und Signatursoftware für den Blackberry auf den Markt, die als PGP-Support-Package an PGP Universal angebunden ist und zumindest die Mail-Inhalte besser schützt als je zuvor, weil diese auf dem gesamten Übertragungsweg – auch zu PCs hin – durch Schlüssel geschützt sind, an die nur der jeweilige Empfänger herankommt. Das System soll über die Blackberry-Anbieter verteilt und vertrieben werden und ist auch von der Bedienung her komplett in die RIM-Oberfläche integriert und fordert den Anwender keine große Umgewöhnung ab. wj