Mit seinem neuen „Cloud-First Networking“-Portfolio will Big Switch Networks die Vorteile der Public Cloud auf lokale Netzwerke übertragen. Dieses Konzept, so der SDN-Spezialist (Software-Defined Networking), unterscheide sich vom hardwarezentrierten Ansatz, bei dem Anbieter ihre bestehenden Produkte für das Cloud Computing anpassen: Als erstes Unternehmen setze Big Switch zentrale Cloud-Netzwerkfunktionen lokal ein, die Verwaltung erfolge über ein Multi-Cloud-Management-System.

Die beiden für die lokale Installation konzipierten Lösungen „Big Cloud Fabric – Enterprise Cloud“ und „Big Monitoring Fabric – Enterprise Cloud“ (BCF-EC, BMF-EC) sind laut Hersteller die branchenweit ersten Lösungen, die wichtige Netzwerk- und Überwachungsfunktionen aus der öffentlichen Cloud für lokale Workloads bieten. Die Neuerungen sollen Bestandteil der nächsten Softwareversion sein.

Darauf bauen zwei neue Lösungen für die Bereitstellung in der Cloud auf: „Big Cloud Fabric – Public Cloud“ und „Big Monitoring Fabric – Public Cloud“ (BCF-PC, BMF-PC). Neu ist zudem die Lösung Multi-Cloud Director (MCD), ein System für konsistentes Hybriddesign in standort- und Cloud-übergreifenden Netzwerk- und Monitoring-Fabrics sowie für Kombinationen von beidem.

Cloud-First Networking beginnt laut Bekunden von Big Switch mit Enterprise-VPCs (Virtual Private Clouds), einer lokalen Version zentraler Funktionen von Public-Cloud-Netzwerken, wie sie Amazon (VPCs), Azure (vNets) und Google (VPCs) implementiert haben. VPCs ermöglichen den „As-a-Service-Betrieb“ von Netzwerktechnik in der Cloud, und bei Big Switch Networks nun auch lokal. Damit und per Kopplung mit durchgehender Automation und Analyse des Datenstroms eliminiere der Cloud-First-Networking-Ansatz die Netzwerk-Inkonsistenzen zwischen lokalen und Cloud-Instanzen, bislang ein Haupthindernis für die Hybrid-Cloud-Einführung, so der Anbieter.

IT-Abteilungen können VPCs laut Big Switch Networks nutzen, um Unternehmens-Cloud-Netzwerke zu erstellen, die die Vorteile der öffentlichen Cloud bieten. Gleichzeitig könne man jede Public Cloud wie AWS oder Microsoft Azure nutzen, um von höheren Kapazitäten, Anwendungselastizität und/oder optimierten Kosten zu profitieren.

Die Lösung soll im dritten Quartal auf den Markt kommen. Weitere Informationen finden sich unter www.bigswitch.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.