R&M, weltweit tätiger Schweizer Entwickler und Anbieter von Verkabelungssystemen, hat ein ein universelles Kategoroe-8.1-Verkabelungssystem auf den Markt gebracht. Es unterstützt laut dem Hersteller die schnellste Datenübertragung, die lokale Netzwerke mit strukturierter Kupferverkabelung heute erreichen: nämlich bis zu 40-GBit/s-Ethernet. Gleichzeitig sei das Verkabelungssystem rückwärtskompatibel, denn es basiert auf dem einheitlichen RJ45-Steckerformat. Dies bedeutet: Bisher verwendete Kategorie-6A-Rangierkabel passen weiterhin. Netzwerke lassen sich weiter mit dem heute üblichen 10 GBit/s Ethernet betreiben.

Datacenter und LAN-Betreiber benötigen laut R&M keine zusätzlichen Adapter, Übergangskabel oder fiberoptische Schnittstellen, wenn sie demnächst zu den schnelleren Netzwerk-Generationen 25 und 40 GBit/s Ethernet migrieren wollen. Nach der Installation einer Kategorie-8.1-Basisinfrastruktur lassen sich schnellere Switches und Server nahtlos integrieren, so die Schweizer weiter.

Die Kategorie-8.1-Basisinfrastruktur (Permanent Link) besteht aus zwei RJ45-Anschlussmodulen und einem geschirmten Kategorie-8.2/8.1-S/FTP-Installationskabel. Das System entspricht beiden Normen-Familien ISO/IEC 11801, Klasse I, und ANSI/TIA-568.2-D.

Das ursprünglich angedachte Einsatzgebiet liegt im Rechenzentrum, insbesondere im Bereich der Top-of-Rack- und End-of-Row-Verkabelung. Hier soll Kategorie-8.1-Verkabelung künftig bis zu 40 GBit/s Ethernet (40GBase-T) übertragen. R&M garantiert die Leistung für den 24 Meter langen Permanent Link und den bis zu 30 Meter langen Channel, abhängig von den eingesetzten Rangierkabeln. Bei der Spezifikation orientiert sich R&M an den relevanten Normen von ISO/IEC und TIA.

Das zweite Einsatzgebiet liegt in Gebäuden, die extrem schnelle lokale Datennetze benötigen. Hier unterstützt das System von R&M die neue Leistungsstufe 25 GBit/s Ethernet (25GBase-T). Die im Entwurf des technischen Reports ISO/IEC TR11801-9909 veranschlagten 50 Meter für diese Bandbreite decken rund zwei Drittel aller typischen Link-Längen in Bürogebäuden ab. Darüber hinaus eignet sich das Verkabelungssystem für vierpaariges Power over Ethernet (4PPoE), so der Hersteller weiter.

Das Kategorie-8.1-Anschlussmodul basiert auf dem Design des bisherigen R&M-Spitzenprodukts, dem Kategorie-6A-Modul. Auch beim Kategorie-8.1-Modul erfolgt die Beschaltung der Kupferadern mithilfe von Schneidklemmen (IDC). R&M stellt ein optionales Beschaltungswerkzeug bereit. Damit erzeugen Installateure die nötige Kraft, um die Adern schnell und korrekt in die Schneidklemmen zu drücken und gleichzeitig Überlängen abzuschneiden.

Mehr Informationen stehen auf www.rdm.com/sites_de/Cat.8.1 bereit.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.