Rubrik arbeitet weiter daran, eine einheitliche Lösung für die Verwaltung, Governance und Orchestrierung von Daten in Rechenzentren und Cloud bereitzustellen. Mit Andes 5.1 hat der Hersteller nun Weiterentwicklungen für die Datenklassifizierung, automatisierte DR-Orchestrierung (Disaster Recovery) und kontinuierliche Datensicherung auf der hauseigenen Daten-Management-Plattform Rubrik Cloud Data Management (RCDM) vorgestellt. Ziel sei es, dass Unternehmen nicht mehr eine Vielzahl an unterschiedlichen Tools und nicht-integrierte Prozesse für die Data Governance, DR-Compliance sowie für die Daten- und Anwendungsresilienz einsetzen müssen.

Dabei soll die neue SaaS-Plattform Polaris Sonar helfen. Sie unterstütze Unternehmen bei der Erkennung, Klassifizierung und Berichterstellung von sensiblen Daten in der gesamten Umgebung, ohne dass die Organisation hierzu eine zusätzliche Infrastruktur realisieren muss. Auf diese Weise helfe Sonar Unternehmen dabei, das Risiko von Datenschutzverletzungen und Compliance-Strafen zu minimieren. Die SaaS-Plattform nutze ML (maschinelles Lernen), um sensible Daten wie beispielsweise personenbezogene Informationen zu erkennen. Unternehmen sind laut Rubrik dadurch in der Lage festzustellen, wo sich bestimmte Arten von Daten befinden, ohne die Produktionsumgebung zu beeinträchtigen.

Polaris AppFlows bietet darüber hinaus eine einfache, nativ integrierte DR-Orchestrierung von Failover/Failback, Tests und Anwendungsmigration von Rechenzentren zu AWS, so Rubrik weiter. Unternehmen sollen VM-Snapshots in Amazon-EC2-Instanzen in eine Amazon Virtual Private Cloud (Amazon VPC) umwandeln können und so RTOs (Recovery Time Objective) im Minutenbereich realisieren. Da immer mehr Unternehmen Anwendungen auf AWS ausführen, bietet Rubrik nach eigenem Bekunden einen Cloud-nativen Schutz und automatisiert den Failback bei gleichzeitiger Minimierung der Kosten für ausgehenden Datenverkehr.

Mit Andes 5.1 bietet Rubrik nach eigenen Angaben eine nativ integrierte und VMware-zertifizierte CDP (Continuous Data Protection) als nahtlose Option in den SLA-Domains, mit der Anwender ihre Datenschutzrichtlinien definieren können. Die CDP nutze vSphere APIs für I/O-Filterung und soll Nutzern helfen, Datenverluste in RZs und Clouds zu minimieren, indem sie RPOs (Recovery Point Objective) in Sekundenschnelle liefere.

Der journalbasierte Ansatz ermögliche zudem einen kontinuierlichen Strom an Wiederherstellungspunkten für Unternehmen, um etwa Datenverluste bei einem Ausfall oder Ransomware-Angriff zu minimieren. Anwender seien in der Lage, mit einem Klick innerhalb der SLA-Richtlinien-Engine eine kontinuierliche Datensicherung für die kritischsten VMs einzurichten.

Andes 5.1 umfasse außerdem verschiedene Weiterentwicklungen, die das Daten-Management für mehrere Clouds und Rechenzentren vereinfachen. Unternehmen mit großen AWS- oder Azure-Umgebungen sollen mit der SaaS-basierten Polaris GPS mittels einer Konsole und einem Satz an SLA-Richtlinien die Datenverwaltung vereinheitlichen können.

Für Anwender, die die Cloud zur Datenarchivierung nutzen, steht mit Smart Data Tiering to Azure eine Möglichkeit bereit, Daten auf der niedrigsten Kostenstufe zu speichern. Die Lösung konfiguriere automatisch Tiering-Regeln, um Daten basierend auf die Zugriffshäufigkeit und der Aufbewahrungsdauer zu organisieren, sodass Unternehmen die Kosten über mehrere Zugriffsebenen hinweg optimieren können. Große vSphere-Umgebungen lassen sich zudem mit Unterstützung für vSphere-Tags, Speicherrichtlinien und Ressourcenpools verwalten, so der Hersteller weiter.

Die hauseigene Unterstützung für Benutzerzugriffsfunktionen auf Unternehmenseben hat der Hersteller nach eigenen Angaben mit Andes 5.1 ebenfalls verbessert. So soll eine zusätzliche Produktivität und Sicherheit gewährleistet werden. Mit SAML-Single-Sign-on-Unterstützung (Security Assertion Markup Language) seien Unternehmen in der Lage, ihre Sicherheitsstandards einschließlich Multi-Faktor-Authentifizierung zu nutzen.

Organisationen aus stark regulierten Branchen, etwa Finanzen oder Gesundheitswesen, sollen Retention Locked SLA Domains verwenden können, um die WORM-Compliance nach SEC Rule 17a-4(f) und FINRA Rule 4511(c) zu unterstützen, und so verhindern, dass Aufbewahrungsrichtlinien aufgeweicht oder entfernt werden.

Darüber hinaus hat Rubrik den Relaunch von Datos IO als Mosaic und die Verfügbarkeit der Lösung auf dem Azure Marketplace bekanntgegeben. Die NoSQL-Daten-Management-Lösung sichere nun DataStax-Suchindizes, unterstütze die Sicherung und Wiederherstellung von MongoDB 4.0 mit Transaktionen, liefere eine dreifache Leistungssteigerung für skalierbare Datensicherungsoperationen und integriere sich in DevOps-Tools wie Ansible und Monitoring-Tools wie DataDog und Splunk.

Weitere Informationen finden sich unter www.rubrik.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.