Riverbeds neue Softwarelösung SteelConnect EX vereint SD-WAN (Software-Defined WAN) mit integrierter Anwendungsbeschleunigung und Security‑Services. Damit will es Riverbed Unternehmen erleichtern, selbst bei großen und komplexen Netzen die Herausforderungen der Netzwerktransformation zu bewältigen.

Um den Anforderungen moderner digitaler Unternehmen zu begegnen, setzen IT‑Verantwortliche auf hybride WAN‑Topologien, die interne und externe Infrastruktur miteinander verbinden. Ein SD‑WAN gilt heute als Ansatz der Wahl, um verteilte Standorte und Cloud-Ressourcen in hybriden Umgebungen Performance-optimiert zu vernetzen.

Riverbed SteelConnect EX soll dabei mittels eines Carrier-Grade-Routing-Stacks sicherstellen, dass das SD-WAN mit Bestandsnetzwerken interoperabel ist. Zugleich ermögliche es die Software, hybride oder Internet‑basierte Topologien zu nutzen, ohne die Effizienz oder Zuverlässigkeit des WANs zu gefährden, so der Hersteller. Zudem lasse sich dank Applikationsoptimierung die Performance von On‑Premises‑, Cloud‑ und SaaS‑basierten Anwendungen deutlich steigern. Netzwerk-Security‑Services sollen es hier ermöglichen, dass Unternehmen ihre Sicherheitsstrategie zukunftssicher gestalten können – nicht zuletzt im Hinblick auf die Nutzung von Internet‑Anwendungen in Zweigstellen.

Der Baustein SteelConnect EX SD‑WAN erlaube es, WAN‑Kapazität kosteneffizient auszubauen, so Riverbed. Außerdem könne man neue Zweigstellen schneller anbinden und Anwendungen sowie Prozesse optimieren, und dies in hybriden wie auch Internet‑basierten WANs.

SteelConnect EX App Acceleration stelle dazu Anwendungsbeschleunigung und Optimierungsfunktionen bereit. Ein Unternehmen könne so die App‑Performance um das bis zu 33‑Fache steigern. SteelConnect EX interagiere dazu direkt mit physischen und virtuellen SteelHead‑Appliances. Riverbed will die Funktionen für Anwendungsbeschleunigung und ‑optimierung künftig direkt in die SteelConnect EX‑Plattform integrieren: Im ersten Quartal 2020 will der Ausrüster eine konvergente SD‑WAN-Edge‑Lösung liefern.

SteelConnect EX Security schließlich sorge für vollständig integrierte, mehrstufige Security‑Services. Dieses Modul gebe Anwendern einen umfassenden Satz von Sicherheitsfunktionen an die Hand, darunter Next‑Generation Firewall, Secure Web Gateway, Antivirus sowie Intrusion Detection/Protection Services (IDS/IPS).

Außerdem hat Riverbed seine NPM-Lösung (Network-Performance-Management) laut eigenem Bekunden deutlich erweitert. Die Software umfasse nun neue Cloud‑Monitoring‑Funktionen für mehr Überblick und bessere Performance-Kontrolle in Private-, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen.

Neben AWS ist SteelCentral AppResponse Cloud jetzt für Microsoft-Azure‑Umgebungen verfügbar. Zudem habe man Flexibilität, Skalierbarkeit und Leistung von SteelCentral NetProfiler Virtual sowie SteelCentral Flow Gateway Virtual verbessert. Die Lösungen dienen dem Flow‑basierten Monitoring in virtualisierten und Cloud‑Umgebungen.

Neu ist laut Riverbed-Angaben das Infrastruktur‑Monitoring-Tool SteelCentral NetIM 2.0. Es setzt auf einer containerisierten Architektur auf. Dadurch liefere es mehr Performance, hohe Skalierbarkeit und eine Cloud‑gerechte Bereitstellung.

Weitere Informationen finden sich unter www.riverbed.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.