+++ Produkt Ticker +++ Scality hat Version 6.0 seiner Object- und File-System-Storage-Lösung Ring auf den Markt gebracht. Die Software bietet nun eine S3-Schnittstelle und Support für die Verzeichnisdienste von AWS und Microsoft. Zudem kann sie objektbasierte Daten im WORM-Format speichern.

Der Anbieter von „Software-Defined Storage“-Lösungen (SDS) Scality hat die Version „Ring 6.0“ um wichtige Funktionen erweitert. Ein Highlight ist der Support für Microsoft Active Directory, für LDAP-basierte Verzeichnisdienste (Lightweight Directory Access Protocol) sowie für Amazon Web Services (AWS) Identity and Access Management (IAM). Dadurch können Unternehmen S3-basierte Anwendungen flexibel in der Private Cloud, in einem Hybridmodell oder in der Public Cloud nutzen. Einmal entwickelte S3-Applikationen lassen sich ohne größere Anpassungen in allen drei Umgebungen einsetzen.

 

Bereits seit Version 4.0 unterstützt Ring neben Object Storage auch ein Scale-out File System, das sich mit NFS und Fuse nutzen lässt. Mit Version 5.0 ist letztes Jahr zudem Support für das SMB-Protokoll von Microsoft sowie für Openstack (Swift, Cinder, Glance) hinzugekommen.

 

Die Betaversion von Ring 6.0 wurde von mehreren Kunden erfolgreich getestet und ist nun allgemein verfügbar. Die Ring-Software läuft auf Standard-x86-Hardware mit lokal angebundenen Laufwerken und unterstützt sieben Linux-Distributionen. Größere x86-Server-Modelle können derzeit bis zu 90 lokal angebundene Laufwerke bedienen. Mit Festplattenkapazitäten von 6 bis 10 TByte pro Festplatte kann ein einzelner Ring-Node bereits fast 1 PByte Speicherplatz bereitstellen. Die Lösung ist zudem sehr gut skalierbar und unterstützt pro Cluster bis zu 150 PByte Speicherkapazität. Unternehmen können mit wenigen Laufwerken anfangen und die Speicherkapazität sukzessive erweitern.

 

Der Hauptalgorithmus für die Verwaltung der Objekte wurde am MIT (Massachusetts Institute of Technology) entwickelt und von Scality verfeinert. Die Redundanz der gespeicherten Daten wird im Regelfall durch Erasure Coding gewährleistet. Dieses Verfahren speichert die Objekte standardmäßig an vier Orten und legt zusätzlich zwei Parity-Informationen ab. Größere Objekte werden in 32-MByte-Blöcke zerlegt. Sehr kleine Objekte mit einer Größe von wenigen KByte dagegen werden automatisch repliziert, weil Erasure Coding für kleine Objekte nicht effizient ist.

 

Ring 6.0 ist nun zudem in der Lage, Objektdaten revisionssicher im WORM-Format (Write Once Read Many) zu speichern. Unternehmen, die bislang EMC Centera oder Netapp Snaplock einsetzen, bietet Scality einen Migrations-Service auf die Ring-Plattform an.

 

Der Einsatz von objektbasiertem Storage soll laut einer IDC-Studie bis 2020 pro Jahr um 50 Prozent wachsen. Scality gibt an, dass sich durch den Einsatz der Ring-Software mit Standard-Server-Hardware die TCO (Total Cost of Ownership) im Vergleich zu traditionellen Speichersystemen um bis zu 90 Prozent senken lassen soll.

 

Scality bietet den „S3 Server“ in einer Stand-alone-Version auch als Open-Source-Projekt in Form eines Docker-Containers an. Entwickler können damit S3-basierte Applikationen lokal auf ihrem Arbeitsrechner entwerfen und testen. Für Unternehmen bietet der kostenfreie S3 Server die Möglichkeit, die Einsatzgebiete von Objekt-Storage zu evaluieren. Sogar ein produktives S3-System, das seine Daten über die S3-Schnittstelle in die Cloud sichert, würde sich damit realisieren lassen.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.scality.com.

 

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Die Object-Storage-Software Ring 6.0 von Scality unterstützt nicht nur die S3-Schnittstelle, sondern auch die Benutzerverwaltungssysteme von AWS und Microsoft.