IT-Security-Anbieter Avast hat auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine neue „Smart Life“-Plattform gestartet. Dabei handelt es sich um ein Sicherheitsangebot für das IoT (Internet of Things), das Anwender vor möglichen Gefahren der digitalen Welt schützen soll.

Um potenzielle Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren, nutze die Smart-Life-Plattform künstliche Intelligenz (KI). Avast stellt die Plattform nach eigenen Angaben Service-Providern und Privatanwendern als SaaS-Modell (Software as a Service) zur Verfügung. Mit der Lösung sollen Nutzer ihre IoT-Geräte, Netzwerke und sensiblen Informationen sowohl zu Hause, im Büro als auch unterwegs schützen können.

Da zahlreiche Hersteller smarte Geräte oft schnell und zu erschwinglichen Preisen auf den Markt bringen, bleiben laut Avast die Sicherheitsfunktionen der Devices vielfach auf der Strecke. Hier soll die hauseigene IoT-Plattform ansetzen. Durch seine nach eigenen Angaben weltweit 400 Millionen Nutzer erhält der Sicherheitsanbieter detaillierte Einblicke, wie IoT-Geräte arbeiten. Dieses Wissen speist der Hersteller in seine Cloud-basierten, maschinell lernenden Rechner ein, sodass Anomalien, Botnetze und andere Sicherheitsgefahren erkannt und abgewehrt werden können.

Nach Avast-Angaben sind vor allem private Anwender und kleine Unternehmen, die smarte Geräte nutzen, ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen. In den nächsten Jahren rechnet der Sicherheitsanbieter damit, dass Tausende von IoT-Geräte gehackt werden, um damit Bot-Netze zu erschaffen, mit denen sich dann weitere Cyberangriffe durchführen lassen. Aber auch der klassische Datendiebstahl und Schäden an IT-Systemen durch physische Ursachen wird stark zunehmen, so der Hersteller.

Zum Start der „Smart Life“-Plattform bietet Avast zunächst den Service Smart Home Security an, der Bedrohungen der Privatsphäre, Botnetze und Malware erkennen und dem Anwender ein sicheres Surfen und einen Schutz vor DDoS-Angriffen ermöglichen soll. Die Lösung erkenne beispielsweise, wenn ein IoT-Device sich zu einer ungewöhnlichen Zeit anschaltet und Daten in ein nicht vorgesehenes Land übermittelt. Der Service unterbinde diesen Angriff und informiere den Anwender über den verdächtigen Vorgang.

Avast will den Service mit der Zeit um weitere Funktionen erweitert, etwa mit der Möglichkeit, den Internetzugang zu unterbrechen oder die Screen-Time zu limitieren. Zudem soll die Lösung um starke Content-Filter ergänzt werden. Zudem plant der Sicherheitsanbieter nach eigenen Angaben, den Service als Smart Home Security als Smartphone-App in Kombination mit einem Hub zur Verfügung zu stellen, der mit jedem Router kompatibel ist.

Weitere Informationen stehen unter www.avast.de zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.