Ericsson kooperiert künftig mit Intel auf dem Gebiet der so genannten Anti-Theft PC Protection
Technology. Dies soll sicherstellen, dass die hauseigenen mobilen Breitbandmodule mit der
Diebstahlschutztechnik des Prozessorherstellers zusammenarbeiten.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Notebooks steigt die Gefahr, die vom Diebstahl der Geräte
durch den unbefugten Zugriff auf sensible Daten ausgeht. Ziel der Zusammenarbeit der beiden
Unternehmen ist ein netzgestützter Service, über den sich eine SMS-Benachrichtung an das HSPA-Modul
(High-Speed Packet Access) im Notebook senden lässt. Das Breitbandmodul leitet diese Information
dann über eine gesicherte Verbindung an die Anti-Diebstahlfunktion auf der Intel-Prozessorplattform
im jeweiligen Notebook weiter.

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Diese Funktion wird anschließend aktiv und kann zum Beispiel die komplette Sperrung des Rechners
auslösen. Wird das Notebook später wieder gefunden, lassen sich die Daten mittels einer weiteren
Nachricht wieder zugänglich machen. Die Intel-Lösung kann auch so konfiguriert werden, dass die
Sperrung nach mehreren gescheiterten Login-Versuchen erfolgt oder wenn ein Zeitschaltprogramm
registriert, dass die Verbindung zu einem zentralen Server nicht im festgelegten Zeitplan
erfolgt.

Die Sperrung eines Notebooks erfolgt durch das Blockieren des Boot-Prozesses. Sie lässt sich in
Verbindung mit Sicherheitslösungen von Drittanbietern verwenden, wobei sich beispielsweise
erforderliche Entschlüsselungscodes auf dem Rechner löschen lassen. Die Lösung kann außerdem die in
Ericssons HSPA-Breitbandmodulen integrierte GPS-Technik nutzen: Dabei werden die Positionsdaten von
Notebooks an einen zentralen Server gesendet. Ein Anwendungsbeispiel: Wenn sich ein Notebook aus
einem zuvor festgelegten Bereich herausbewegt, meldet das System einen Diebstahl.

Die Diebstahlschutzlösung soll in kommerziellen Sicherheitsprodukten ab der zweiten Jahreshälfte
2009 erhältlich sein.

LANline/jos

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