Lange Zeit identifizierten die RZ-Administratoren freie Höheneinheiten in Racks mithilfe von manuell erstellten Excel-Tabellen. Die Belegung mit neuen Servern erfolgte meist wenig systematisch nach dem Trial-and-Error-Prinzip. So ein Vorgehen mag bei kleinen Server-Räumen durchaus zum Ziel führen. In einem großen Rechenzentrum sind dadurch allerdings Ausfälle, hohe Energiekosten und niedrigere Energieeffizienz vorprogrammiert.Intelligente Softwareunterstützung ist für die Ressourcenverteilung im RZ das Gebot der Stunde, denn moderne Rechenzentren sind agil, sie wachsen und verändern sich stetig. Kapazitäten und dynamische Auslastungen müssen permanent verwaltet werden. Zusätzlich steigen die Ausgaben für Energie, denn Strom wird immer teurer. Daher erkennen IT-Manager zunehmend, dass sie mit Software für das Infrastruktur-Management auf ein solides Tool für Planung und Kostenverwaltung ihrer IT setzen sollten.

Saubere Planung von Beginn an

Typische Symptome einer schlechten Rechenzentrumsplanung und falsch platzierter Komponenten sind beispielsweise Hotspots an Stellen, wo es eigentlich kühl sein müsste. Dauerhaft erhöhte Temperaturen wirken sich negativ auf den Betrieb der Server aus. Die Suche nach alternativen Stellplätzen bindet dann im Notfall qualifiziertes Personal für mehrere Tage. Als weitere Fehlerquelle relevant sind derzeit Virtualisierungsprojekte, wie sie im Zuge der neuen Cloud-Bewegung vermehrt in dem Mittelpunkt der IT rücken. Dabei verlassen sich viele IT-Verantwortlichen auf die Failover-Mechanismen der Virtualisierungsplattform, also deren Fähigkeiten, virtuelle Maschinen selbständig zu migrieren. Wenn jedoch die betroffenen Host-Server an ein und der gleichen Stromversorgung hängen, hilft eine solche Taktik im Falle eines Ausfalls bekannter-maßen nicht.

Ausgereifte Planungssoftware bietet bei in diesem Zusammenhang viele Vorteile: Eine grafischen Darstellung aller vorhandenen Komponenten sowie die Visualisierung von Schwachstellen bei Kapazitäts- und Kühlszenarien helfen bei der Platzierung von Servern. Anstatt technische Daten aus den Datenblättern der Systeme extrahieren und verarbeiten zu müssen, genügt ein Klick, um Komponenten und ihre Spezifikationen abzurufen und zu sehen, wie sich einzelne Server in die physikalische Infrastruktur einfügen.

Erhebliche Erleichterungen bringen diese Systeme auch bei der Simulation von Fehlern in der Kühlung. Ohne sich auf das komplexe Feld der Strömungsberechnung zu begeben, kann der Administrator diese Berechnungen getrost dem Computer überlassen.

Dabei arbeiten moderne Softwaresysteme idealerweise nicht mit theoretischen Daten, sondern greifen auf die im Betrieb gewonnen Parameter zurück. Basierend auf Informationen zu Stromverbrauch und Kühlleistung entstehen Analysen, die sich flexibel ändern, sobald etwa die Auslastung einzelner Systeme zunimmt. Gerade bei Private-Cloud-Umgebungen mit ihrer hohen Hardwarelast ist dies ein erheblicher Vorteil.

Reibungsloser Rechenzentrumsbetrieb

Auch bei der Stromversorgung kann leistungsfähige Software die Lösung für zahlreiche typische Rechenzentrumsprobleme sein. So lässt sich damit beispielsweise der Stromverbrauch von einphasigen wie dreiphasigen Geräten exakt bestimmen und optimieren. Dabei wird die Last gezielt verteilt, ohne dass beispielsweise ein Elektriker sich um dieses Thema kümmern muss. Außerdem ist es problemlos möglich, Stromkreise innerhalb des Rechenzentrums visuell darzustellen. Der Betreiber sieht dadurch auf einen Blick, welche Auswirkungen zum Beispiel ein USV-Ausfall auf einzelne Geräte hat. Wichtige Parameter wie die durchschnittliche und die Spitzenlast pro Rack sind auf einen Blick ablesbar. Die Frage, wo neue Server platziert werden sollen, ist damit ohne Schwierigkeiten zu klären. Über ein konstantes Monitoring und eine lückenlose Dokumentation von Ausfällen und Vorfällen lassen sich zudem leichter Entscheidungen über Erweiterungen und Anpassungen treffen, als es durch Trial-and-Error-Versuche möglich ist.

Große Vorteile spielen moderne Software-Tools auch beim Fehler-Management aus. Fällt in einer traditionellen Umgebung beispielsweise ein Lüfter aus, wird das Personal alarmiert und zur Wartung gerufen. In der Zwischenzeit ist das Risiko eines Rechnerausfalls ausgesprochen hoch. Bei einer Softwarelösung dagegen fahren nach Lüfterproblemen noch intakte Komponenten automatisch ihre Drehzahl hoch, um den Verlust zu kompensieren. Gleichzeitig identifiziert das System gefährdete virtuelle Server und beginnt einen automatischen Migrationsprozess auf andere, nicht von Kühlproblemen betroffene Host-Geräte. Das Ausfallrisiko ist in diesem Fall ausgesprochen niedrig.

Doch es ist nicht nur die Ausfallzeit, die sich durch den Einsatz intelligenter Software senken lässt. Auch in Sachen Energieverbrauch schaffen leistungsstarke Softwaresysteme neue Spielräume. Sie erreichen dies durch eine gezielte Lastverteilung, etwa wenn in der Nacht die Zugriffszahlen sinken. Sind die virtuellen Server innerhalb eines Racks konsolidiert, lassen sich andere Komponenten abschalten und verbrauchen keinerlei Energie, was neben wertvollen Ressourcen auch beim Budget eine deutliche Verringerung ausmachen kann.

Genaue Analyse für klare Sicht auf alle Fakten

Der dritte große Bereich, in dem Rechenzentrumsbetreiber von einer solchen Software profitieren, ist die Analyse. Dies betrifft nicht nur die Inventarisierung für Audits und Compliance-Fragen, sondern auch die Vorhersage von künftigen Szenarien. So lassen sich detaillierte Nutzungsdaten gewinnen, die die weitere Kapazitätsplanung extrem erleichtern. Zugleich hat die IT-Abteilung Zugriff auf eine genaue Analyse, die auch das Management von der Notwendigkeit eines Rechenzentrumsausbaus überzeugen kann. Die genaue Erfassung von Verbrauchsgrößen macht zudem eine detaillierte Abrechnung mit den einzelnen Abteilungen möglich. Dazu bieten moderne Tools zahlreiche Schnittstellen zur Business-IT wie ERP-Systemen.

Vom Kostenfaktorzum Profitcenter

Mit intelligenter Software ist es möglich, das moderne Rechenzentrum vom Kostenfaktor in ein Profitcenter zu verwandeln. Intelligente Rechenzentrumslösungen erleichtern dem Administrator bei Planung, Betrieb und Analyse das Leben und erfreuen auch den CIO durch höhere Energieeffizienz, niedrigere Kosten und eine vereinfachte Bilanzierbarkeit. Denn erst mit Software-Tools für die Infrastruktur bekommt das IT-Management die relevante Datenbasis, auf deren Grundlage sich Investitionen und Einsparungen in die IT wirtschaftlich realisieren lassen.

Im Fehlerfall fahren nach Lüfterproblemen noch intakte Komponenten automatisch ihre Drehzahl hoch, um den Verlust zu kompensieren. Gleichzeitig identifiziert das System gefährdete virtuelle Server und beginnt einen automatischen Migrationsprozess auf ander

Ausgereifte RZ-Planungssoftware bietet viele Vorteile: Eine grafischen Darstellung aller vorhandenen Komponenten sowie die Visualisierung von Schwachstellen bei Kapazitäts- und Kühlszenarien helfen bei der Platzierung von Servern.

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