Veeam veröffentlicht Cloud Protection Trends Report 2023

Ausbau der modernen Datensicherung für Cloud-Workloads

9. November 2022, 12:00 Uhr | Anna Molder
LANline-Cartoon Security in der Cloud
© Wolfgang Traub

Veeam Software gab die Ergebnisse des Cloud Protection Trends Report 2023 bekannt, der vier wichtige As-a-Service-Szenarien abdeckt: Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS), Software as a Service (SaaS) sowie Backup und Disaster Recovery as a Service (BaaS/DRaaS). Der Report zeigt, was IT-Führungskräfte veranlasst, ihre Strategien, Rollen und Methoden in Bezug auf die Produktion und den Schutz von Cloud-Workloads zu ändern.

Im Rahmen des Reports erfolgte die Befragung von 1.700 IT-Führungskräften aus sieben Ländern (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Japan, Australien, Neuseeland) zu ihrer Nutzung von Cloud-Diensten sowohl in Produktions- als auch in Schutzszenarien, um den größten Einzelüberblick in die Entwicklung von Hybrid-Strategien in modernen IT-Unternehmen in der Cloud-Landschaft zu erhalten.

Software as a Service

90 Prozent der Unternehmen wissen, dass sie Microsoft 365 sichern müssen. Der Bericht zeigt, dass nur eines von neun Unternehmen (elf Prozent) seine Microsoft-365-Daten nicht schützt – eine Mehrheit von 89 Prozent nutzt Backups/BaaS von Drittanbietern oder erweiterte Ebenen von Microsoft 365 für den rechtlichen Schutz, oder beides.

Da sich die Strategien zur Datensicherung weiterentwickelt haben und Ransomware nach wie vor ein großes Problem darstellt, delegieren die meisten Unternehmen die Verantwortung für die Datensicherung an Backup-Spezialisten, anstatt von jedem Workload-Eigentümer (IaaS, SaaS, PaaS) zu verlangen, dass er seine eigenen Daten schützt.

Infrastructure as a Service

Während Unternehmen jeder Größe nun hybride Cloud-Architekturen nutzen, ist die Reise in die Cloud keine Einbahnstraße, welche die Bedeutung des modernen Rechenzentrums verringert. 30 Prozent der in der Cloud gespeicherten Workloads stammen aus Cloud-First-Strategien, bei denen sich neue Workloads viel schneller in der Cloud starten lassen, als sich alte Workloads im Rechenzentrum ausmustern lassen.

98 Prozent der Unternehmen nutzen eine in der Cloud laufende Infrastruktur als Teil ihrer Datensicherungsstrategie, einschließlich Cloud-Storage-Tiers, Cloud-Infrastructure als Disaster-Recovery-Standort oder die Nutzung von BaaS/DRaaS-Anbietern.

Darüber hinaus brachten 88 Prozent der Unternehmen aus einem oder mehreren Gründen (Entwicklung, Kosten-/Leistungsoptimierung oder Disaster Recovery) Workloads aus der Cloud zurück in ihr Rechenzentrum. Dies verdeutlicht laut Veeam die Notwendigkeit von Datensicherungsstrategien für 2023, die einen konsistenten Schutz und die Fähigkeit zur Migration gewährleisten, wenn Workloads von einem Rechenzentrum in eine Cloud, von einer Cloud in ein Rechenzentrum oder von einer Cloud in eine andere Cloud verschoben werden.

Zudem stellte die Befragung heraus, dass den Großteil der Backups von Cloud-Workloads nun das Backup-Team durchführt. Dies erfordert nicht mehr das spezielle Fachwissen von oder die zusätzliche Belastung der Cloud-Administratoren. Während jedoch fast alle Unternehmen meinten, dass sie langfristige gesetzliche Vorgaben haben, bewahrt nur die Hälfte der Unternehmen die Backups ihrer Cloud-Daten für nur ein Jahr lang auf.

Platform as a Service

Während die meisten Unternehmen zunächst Server aus dem Rechenzentrum in IaaS verlagern, sind sich die meisten einig, dass die Zukunft für ausgereifte IT-Workloads darin besteht, grundlegende IT-Szenarien, wie Dateifreigaben oder Datenbanken, als native Cloud-Services zu betreiben.

76 Prozent betreiben Dateidienste auf in der Cloud laufenden Servern und 56 Prozent nutzen verwaltete Dateifreigaben von AWS oder Microsoft Azure. 78 Prozent betreiben Datenbanken auf in der Cloud laufenden Servern und 65 Prozent betreiben verwaltete Datenbanken von AWS oder Microsoft Azure.

Backup und Disaster Recovery as a Service

Nahezu jede IaaS/SaaS-Umgebung nutzt in irgendeiner Form auch Cloud-Dienste als Teil ihrer Datensicherungsstrategie. 58 Prozent der Unternehmen nutzen Managed Backup (BaaS), während 42 Prozent den Cloud-Storage als Teil ihrer selbst verwalteten Datensicherungslösung einsetzen. Von besonderem Interesse ist, dass fast die Hälfte (48 Prozent) mit selbst verwaltetem Cloud-Storage begann, dann aber zu BaaS wechselte. Nahezu jedes Unternehmen (98 Prozent) gibt an, Cloud-Services als Teil seiner Datensicherungsstrategie zu nutzen, wobei die Bandbreite von Cloud-Speicher als Repository bis hin zu vollwertigen BaaS- oder DRaaS-Services variiert.

BaaS ist in erster Linie zur Steigerung der betrieblichen und wirtschaftlichen Effizienz sowie zur Sicherung der Daten vor Katastrophen und Ransomware-Angriffen im Einsatz. Unternehmen geben an, dass fast 50 Prozent ihrer Daten während ihres Lebenszyklus immer noch auf Bändern gespeichert sind, unabhängig von der Nutzung Cloud-basierter Datensicherungsdienste.

DRaaS nimmt man so wahr, dass es die taktischen Vorteile von BaaS übertrifft, indem es Fachwissen über BCDR-Planung (Business Continuity und Disaster Recovery), -Implementierung und -Tests bietet. Unternehmen, die sich für einen BaaS/DRaaS-Anbieter entscheiden, sehen in der Fachkompetenz ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal, das auf Geschäftssinn, technischen IT-Recovery-Architekturen und betrieblicher Unterstützung bei der Planung und Dokumentation von BCDR-Strategien beruht.

Der diesjährige Bericht zeigt laut Veeam eine deutliche Verschiebung gegenüber dem Vorjahr, da die Unternehmen zunehmend daran interessiert sind, ihre Backups auszulagern und einen schlüsselfertigen oder sogenannten White-Glove-Verwaltungsdienst zu erhalten, statt ihre internen IT-Mitarbeiter weiterhin die durch BaaS bereitgestellte Infrastruktur verwalten zu lassen. Diese Verschiebung deute darauf hin, dass die Erfahrung der und das Vertrauen in die Anbieter zunehmen und sie könnte auch auf die Herausforderungen des vergangenen Jahres verweisen, in Bezug auf den Fachkräftemangel und den Nachschub junger IT-Talente.


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