Daten kosteneffizienter speichern und verwalten

Datenmenge überblicken

22. August 2022, 12:00 Uhr | Florian Malecki/am
Monitoring/ Observability
© Wolfgang Traub

Die Kosten für die Datenspeicherung schießen weiter in die Höhe. Gründe dafür sind unter anderem der rapide Anstieg der Datenvolumen oder die Verwaltung, die auch aufgrund zunehmender Remote-Arbeit immer komplexer wird. Unternehmen müssen auch die Aufwände für Energie oder physische Standfläche sowie die Personal- und Softwarekosten, welche für die Verwaltung und den Schutz der Daten erforderlich sind, berücksichtigen.

Gleichgültig in welcher Branche, die Geschäftswelt wird zunehmend digital und generiert große Datenmengen, beispielsweise mit Produktvideos, Posts in sozialen Medien, Kundentransaktionen oder Daten von IoT-Geräten. IDC prognostiziert, dass das Volumen an unstrukturierten Daten weltweit von 33 ZByte im Jahr 2018 auf 175 ZByte (das sind 175 Milliarden TByte) im Jahr 2025 heranwachsen wird. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 61 Prozent.

Das enorme Datenwachstum ist allerdings nicht ausschließlich auf die Erstellung neuer Daten zurückzuführen. Der sprunghafte Anstieg liegt auch darin begründet, dass viele Unternehmen äußerst zurückhaltend beim Löschen von Daten agieren. Das ist nachvollziehbar, denn sie wissen nicht, welche Daten zukünftig noch von großer Bedeutung sein könnten. IT-Entscheider stehen heute vor der Herausforderung, das wachsende Datenvolumen mit den steigenden Kosten in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Ausfallsicherheit und stetige Datenverfügbarkeit zu gewährleisten. Um diese Aufgabe zu meistern, stehen den Verantwortlichen einige Lösungen und Ansätze zur Verfügung. Diese helfen, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Unternehmensdaten zu verwalten und zu schützen sowie die Geschäftskontinuität bei unerwarteten Ereignissen zu gewährleisten. Beachten Unternehmen drei Aspekte, können sie ihre Daten kosteneffizient verwalten.

1. Data Tiering: Nicht alle Daten sind gleichermaßen relevant und wichtig. Wenn Unternehmen auf Kostenminimierung abzielen, ist es wahrscheinlich nicht erforderlich, alle Daten zu speichern oder zu sichern. Es gibt viele redundante Daten, die Unternehmen nicht langfristig aufbewahren müssen, zum Beispiel Systemabbilder oder austauschbare Daten. Sie sollten deshalb Speicherlösungen einsetzen, die Funktionen wie Data Tiering bieten. Damit lassen sich weniger häufig benötigte Daten auf kostengünstigere Speicher verschieben, sodass sich Speicherkosten senken lassen und gleichzeitig die wertvollen Daten geschützt sind. Ein weiterer Vorteil von Data Tiering ist die Energieeffizienz und die Senkung der Stromkosten, da weniger Rechenleistung für die Speicherung aufzubringen ist.

2. Solider Plan für das Datenwachstum: Wenn Unternehmen in Speicherlösungen investieren, wissen sie oft nicht, wieviel Speicher sie in zukünftig benötigen werden. Wenn sie nicht genug investieren, müssen sie den Evaluierungs- und Budgetierungsprozess öfter als nötig durchlaufen. Dies kann unter Umständen sehr zeitaufwändig und kostspielig sein. Andererseits könnten die Investition unnötig hoch sein, wenn Unternehmen zu viel Speicherplatz kaufen, der möglicherweise nicht nötig ist. Zudem sollten sie beachten, dass sich mit der Entwicklung ihres Unternehmens auch die Art der zu speichernden Daten und die Techniken auf dem Markt ändern.

Die Möglichkeit, Speicherplatz im Voraus zu einem vernünftigen Preis zu erwerben und ihn dann im Laufe der Zeit kostengünstig zu erweitern, ist von entscheidender Bedeutung. Anstatt von Anfang an viel Geld für eine nicht skalierbare Lösung zu investieren, sollte man Speicherlösungen in Betracht ziehen, die zu einem vernünftigen Startpreis erhältlich und hoch skalierbar sind. Diese Lösungen sollten mit Terabytes an Speicherplatz beginnen und bis zu Petabytes ausbaubar sein. Mit der richtigen Lösung lässt sich eine beliebige Anzahl von Laufwerken und/oder Knoten in beliebiger Granularität hinzufügen, um die wachsenden Speicheranforderungen zu erfüllen.

3. KI-gestütztes Storage für die Kostenkontrolle: Mit KI-gestütztem Speicher können Unternehmen ihre Speicherkosten senken und gleichzeitig Daten effektiv verwalten. Durch den Einsatz von KI-gestützten Systemen, die Intelligenz und maschinelles Lernen verwenden, lässt sich schnell herausfinden, welche Daten nicht so wichtig sind und möglicherweise nicht zu speichern sind.

KI-gestützte Storage-Systeme helfen Unternehmen auch bei der Entscheidung, welche Datensätze sich in die Cloud auslagern lassen und welche man lokal speichern sollte. Mit Datenanalysen in Echtzeit, die das Speichersystem durchführt, können Unternehmen die bestmögliche Platzierung der Daten und den Weg zur Gewährleistung des Datenschutzes bestimmen.

Überblick behalten und die richtige Strategie wählen

Unternehmen müssen den Überblick über die erzeugte und ständig wachsende Datenmenge behalten. Ohne gute Planung und optimale Technik ist dies weder einfach noch kostengünstig, denn die Kosten für die Datenspeicherung steigen rapide an. Mit der richtigen Strategie, zu der die drei beschriebenen Aspekte gehören, haben Unternehmen die Möglichkeit, die Kosten für die Datenspeicherung zu kontrollieren und gleichzeitig die Daten effizient zu verwalten.

Florian Malecki ist Executive Vice President Marketing bei Arcserve.


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