Test: Nakivo Backup & Replication v10.6.0

Datenschutzlösung für On-Prem und Cloud

31. August 2022, 7:00 Uhr | Christoph Lange/am
Dashboard von Nakivo
Das Dashboard von Nakivo zeigt die wichtigsten Infos zu den laufenden Jobs an.
© Nakivo

Nakivo hat mit Backup & Replication eine Lösung entwickelt, die sich für die Sicherung von physischen und virtuellen Workloads im eigenen RZ und in der Cloud eignet. Die integrierten Replikationsfunktionen ermöglichen eine Desaster-Vorsorge. Der Support für WORM-Backups bietet zudem einen Ransomware-Schutz.

Nakivo Backup & Replication ist eine All-in-One-Lösung, die alle Anforderungen an die Datensicherung und Wiederherstellung in einem einzigen Produkt abdecken soll. Sie sichert sowohl physische als auch virtuelle Windows- und Linux-Systeme, die unter VMware vSphere, Microsoft Hyper-V, Nutanix AHV oder in einer Cloud laufen. Der Nakivo-Backup-Server lässt sich auf Windows- und Linux-Servern installieren. Für VMware und Nutanix steht zudem eine vorkonfigurierte virtuelle Appliance zur Verfügung. In der AWS-Cloud ist die Backup-Lösung als gehärtetes AMI-Image erhältlich. Die Nakivo-Software kann NAS-Shares sichern, die per NFS und SMB bereitstehen. Sie ist zudem direkt auf NAS-Systemen verschiedener Anbieter lauffähig, darunter Qnap, Synology und FreeNAS. Die Sicherung von Microsoft 365 und Oracle RMAN sowie eine Installation auf Raspberry Pi sind ebenfalls möglich. Darüber hinaus zählt eine granulare Wiederherstellung von Microsoft Exchange, MSSQL und Active Directory zum Funktionsumfang.

Für den Test installierten wir die Version 10.6 in einer Windows-2019-VM, die auf der VMware-vSphere-7-Plattform des Testlabs lief. Das Setup dauerte zwei Minuten und richtete eine lokale Nakivo-Datenbank ein. Beim ersten Öffnen der Web-Konsole erscheint ein Anmeldefenster, mit dem man einen Account bei Nakivo anlegen muss. Anschließend startet ein Setup-Wizard, um das Inventory für die zu sichernden Umgebungen, die Transporter-Knoten und die Repositories zu konfigurieren. Im ersten Schritt fügten wir den vCenter-Server hinzu, um die Windows- und Linux-VMs des Testlabs zu sichern. Für das Backup von virtuellen Servern benötigt Nakivo keine Agenten innerhalb der VM. Bei den Transportern, die für die Ausführung der Backup-, Replication- und Recovery-Tasks zuständig sind und die Repositories verwalten, konnten wir die Standardeinstellungen übernehmen. In größeren Umgebungen lassen sich weitere Transporter hinzufügen, um die Last zu verteilen. Das Setup hat ebenfalls bereits das Standard-Repository angelegt. Es verfügt über automatische Prüf- und Reparaturmechanismen, um die Integrität der im Backup gespeicherten Daten zu gewährleisten.

Anschließend richteten wir einen ersten Backup-Job ein, um mehrere Windows-VMs mit WS2016, WS2019 und WS2022 sowie zwei Ubuntu-Linux-VMs jeden Abend um 18:00 Uhr zu sichern. Die Retention Settings legen fest, für wie viele Tage die Recovery Points im Backup gespeichert bleiben. Standardmäßig erstellt Nakivo jede Woche am Freitag ein synthetisches Voll-Backup und führt dazwischen inkrementelle Sicherungen aus. Der für die fünf VMs konfigurierte Backup-Job lief über den Testzeitraum von 14 Tagen hinweg jeden Abend erfolgreich. Das erste Full-Backup mit knapp 200 GByte Daten dauerte gut 15 Minuten, die nachfolgenden inkrementellen Sicherungen benötigten etwa fünf Minuten. Die automatische Komprimierung und De-Duplizierung reduzierten die im Backup gespeicherten Daten auf rund 75 GByte. Die Nakivo-Konsole zeigt den Status aller Jobs in der Dashboard-Ansicht an. Im vCenter neu hinzukommende VMs sichert Nakivo automatisch, wenn für die jeweilige VM-Gruppe ein Backup-Job existiert.

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