Videoüberwachung braucht leistungsfähige Speichersysteme

Festplatten für Videodatenflut

03. Dezember 2020, 12:00 Uhr   |  Rainer W. Käse/am


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Hohe Anforderungen an die Infrastruktur

Die Bildqualität ist der Schlüsselfaktor bei der Aufklärung von Verbrechen, daher greifen Unternehmen, Behörden und andere Organisationen zunehmend zu HD-Kameras. Deren Preise sinken und sie sind leicht zu installieren. Aber sie produzieren sehr viele Daten, die das Netzwerk belasten und hohe Anforderungen an die Server- und Storage-Systeme stellen. Zwar erfolgte eine Weiterentwicklung der Kompressionsalgorithmen für Videos in den vergangenen Jahren, doch auch mit aktuellen Codecs wie H.264 generieren die Systeme weiterhin enorme Datenmengen – und das auch noch mit schwankender Bandbreite.

Die Kompressionsalgorithmen erfassen zunächst ein vollständiges Bild, den sogenannten I-Frame, und anschließend eine Serie von P-Frames, die nur die Unterschiede zum vorherigen I-Frame enthalten. Dadurch müssen unveränderte Bildbestandteile nicht in jedem Frame gespeichert sein. Bei der Aufzeichnung eines Hotelflurs zum Beispiel, in dem üblicherweise wenig Betrieb ist, fallen dadurch nur vergleichsweise geringe Datenmengen an, weil sich im Bild wenig ändert. Im Falle eines Feueralarms strömen jedoch viele Gäste auf den Flur, sodass viel Bewegung herrscht und es große Unterschiede zwischen P-Frames und dem I-Frame gibt – das Datenvolumen schnellt nach oben. Eine HD-Standardkamera mit zwei Megapixeln und sechs Bildern pro Sekunde generiert dann zwischen 3 und 12 Megabit pro Sekunde. Mit einer großen Zahl von Kameras und höheren Auflösungen – selbst 4K ist heute in einigen Bereichen durchaus üblich – führt Videoüberwachung schnell zu einer regelrechten Datenflut.

Enterprise-Lösungen erfordern daher eine leistungsfähige Server- und Storage-Infrastruktur, die weit über die Bandbreiten und Speicherkapazitäten hinausgeht, die die oft als „Surveillance Drive“ vermarkteten Festplatten bieten. Solution Provider wie Secure Logiq bieten daher dedizierten Storage-Server für die Videoüberwachung an. Festplatten sind in diesen Systemen die wichtigste Komponente und müssen hohe Anforderungen erfüllen.

Auf der Suche nach der optimalen Speicherlösung entschied sich Secure Logiq für die Enterprise-Capacity-HDDs der MG-Serie von Toshiba. Bei diesen Laufwerken handelt es sich um Nearline-Speicher für geschäftskritische Anwendungen, die zuverlässig rund um die Uhr laufen müssen. Sie sind für eine jährliche Arbeitsbelastung von 550 Terabyte (lesen/schreiben kombiniert) ausgelegt und haben eine Mean Time To Failure (MTTF) von mindestens 1,4 Millionen Stunden.

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1. Festplatten für Videodatenflut
2. Hohe Anforderungen an die Infrastruktur
3. Die Wahl zwischen SATA und SAS

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