Im Test: Nutanix HCI

HCI-Plattform mit Hybrid-Cloud-Option

07. September 2021, 07:00 Uhr   |  Christoph Lange/am

HCI-Plattform mit Hybrid-Cloud-Option
© Christoph Lange

Das Dashboard von Nutanix bietet einen schnellen Überblick zum aktuellen Zustand der HCI-Infrastruktur.

Die HCI-Lösung (Hyperconverged Infrastructure) von Nutanix stellt eine Virtualisierungsplattform bereit, die sich für die meisten Workloads eignet. Mit Nutanix Clusters on AWS lassen sich jetzt auch hybride Clouds unterstützen. Die Verwaltung aller Ressourcen erfolgt über die Management-Anwendung Prism Central.

Das im Jahr 2009 gegründete US-amerikanische Unternehmen Nutanix zählt zu den Pionieren auf dem Markt für hyperkonvergente Infrastrukturlösungen (HCI). HCI-Plattformen bestehen aus einem ausfallsicheren Verbund von mehreren physischen Server-Systemen, die sowohl die CPU- und RAM-Ressourcen als auch die virtuellen und physischen Netzwerkverbindungen sowie die Storage-Kapazitäten für den Betrieb von virtuellen Rechnern bereitstellen. Anwendende können bei Nutanix frei wählen, ob sie für die Virtualisierung den hauseigenen lizenzfreien Hypervisor AHV (Acropolis), VMware ESXi oder Microsoft Hyper-V einsetzen wollen.

Der Hersteller hat eigene HCI-Komplettlösungen auf Basis von Supermicro-Servern im Portfolio. Von Nutanix zertifizierte Server-Hardware sowie schlüsselfertige HCI-Appliances sind über Partner erhältlich. Bezüglich der Architektur hat Nutanix sich dazu entschieden, auf jedem physischen Host eine Controller-VM (CVM) mit dem Acropolis OS (AOS) zu implementieren, die den größten Teil der HCI-Funktionen steuert und dafür erheblich CPU- und RAM-Ressourcen benötigt. Bei VMware und bei Microsoft sind die HCI-Funktionen dagegen in das Hypervisor-Betriebssystem integriert, das direkt auf die Host-Ressourcen zugreift.

Mit Clusters on AWS bietet Nutanix die HCI-Plattform als schlüsselfertige Lösung an, die auf Hardware-Servern in der AWS-Cloud läuft. Für die Zukunft ist geplant, Nutanix Clusters auch in der Microsoft-Azure-Cloud bereitzustellen. Den LAN­line-Test führten wir mit mehreren Nutanix-Clustern durch. Zum einen installierten wir im LANline-Testlab mit der für Testzwecke kostenfreien Nutanix Community Edition einen 3-Node-Cluster, für den drei T640-Server von Dell zum Einsatz kamen. Das Setup führten wir per USB-Stick durch, auf den wir zuvor das Installations-Image aufgespielt hatten. Nach der Basisinstallation erfolgt die Konfiguration des Clusters. Für Testzwecke lässt sich auch ein 1-Node-Cluster mit nur einem physischen Host erstellen. Wir richteten einen 3-Node-Cluster ein, und die Setup-Routine installierte auf jedem Host eine Controller-VM. Anschließend konnten wir uns per Web-Browser über die virtuelle Cluster-IP-Adresse mit der Basis-Management-Konsole Prism Element verbinden. Um alle HCI-Funktionen verwalten zu können, ist eine zusätzliche virtuelle Appliance mit der Anwendung Prism Central erforderlich. Nachdem wir diese VM erstellt hatten, konnten wir mit dem Nutanix-Cluster im LANline-Testlab die HCI-Funktionen testen.

Außerden führten wir die Tests per Remote-Zugriff auf einen 4-Node-Cluster durch, der in einem Rechenzentrum von Nutanix in den USA lief und für den LANline-Test exklusiv zur Verfügung stand. Zu diesem Cluster fügten wir zum Abschluss der Tests einen weiteren Nutanix-Cluster hinzu, der in der AWS-Cloud lief. Anschließend konnten wir die aus den zwei HCI-Clustern bestehende hybride Cloud über die Prism-Central-Konsole zentral verwalten.


 

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1. HCI-Plattform mit Hybrid-Cloud-Option
2. Funktionsweise von Nutanix HCI
3. Nutanix HCI im Testbetrieb

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