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Canonical stellt HA-MicroK8s vor

Hochverfügbare Kubernetes-Cluster

20. Oktober 2020, 06:30 Uhr   |  Anna Molder

Hochverfügbare Kubernetes-Cluster
© Wolfgang Traub

Canonical, der Herausgeber von Ubuntu, bietet autonome Hochverfügbarkeits-Cluster (HA) in MicroK8s, die leichte Kubernetes-Version, an. Diese sollen damit auch deutlich belastbarer für Produktions-Workloads in Cloud- und Server-Implementierungen sein.

Es erfolge eine automatische Aktivierung der Hochverfügbarkeit, sobald drei oder mehr Knoten zu einem Cluster verbunden sind, und der Datenspeicher bewege sich automatisch zwischen den Knoten hin und her, um eine Mehrheit (Quorum) im Falle eines Fehlers zu bilden. MicroK8s ist als minimal konformes Kubernetes so konzipiert, dass es sich mit einem einzigen Befehl installiert und ein Cluster bildet, so die Angaben von Canonical.

HA-MicroK8s sollen die Verfügbarkeit der Services auch bei einem Ausfall eines Knotens aufrechthalten. Dadurch sei die Erfüllung der Produktionsanforderungen mit geringen Verwaltungskosten und minimaler Beaufsichtigung möglich.
Der Datenspeicher, der dies ermöglicht, ist Dqlite, Canonicals um ‚raft‘ erweitertes Sqlite, eingebettet in Kubernetes. Dqlite reduziere den Cluster-Speicherbedarf und automatisiere die Wartung des Datenspeichers. Eine Konfiguration von MicroK8s kann auch für die Verwendung von Etcd erfolgen, aber Dqlite bietet eine automatische, autonome Hochverfügbarkeit, so der Anbieter.

MicroK8s wähle automatisch die besten Knoten für die Bereitstellung des Datenspeichers aus. Im Falle eines Ausfalls eines Datenspeicherknotens soll automatisch der nächstbeste Knoten an dessen Stelle zum Einsatz kommen. MicroK8s verwalte seine eigene Steuerungsebene und stelle so sicher, dass die API-Dienste betriebsbereit bleiben.

Laut Anbieterangaben kommt die erhöhte Widerstandsfähigkeit der HA-MicroK8s Kubernetes-Clustern an Edge-Knoten zugute, wie beispielsweise Racks in entfernten Niederlassungen, im Einzelhandel, bei Mobilfunkmasten oder in Autos.

Der Zero-Ops-Ansatz von HA-MicroK8s reduziere die im manuellen Betrieb entstehenden Kosten stark. Verpackt als Snaps sollen MicroK8s komprimierte Over-the-Air-Aktualisierungen, transaktionale Rollbacks und automatische Sicherheits-Patches bieten. Dies reduziere die Gefährdung in Umgebungen ohne Mitarbeiter, insbesondere bei geschäftskritischen Workloads.

HA-MicroK8s härte IIoT-Anwendungen und unterstütze Cloud-native Anwendungen in der anspruchsvollen OT-Umgebungen. Industrie-4.0-Workloads wie KI-Inferenz oder Konnektivitäts-Mikrodienste wie OPC-UA, MQTT und Kafka sollen sich für HA-MicroK8s in unternehmenskritischen Steuerungssystemen eignen.

Weitere Informationen stehen unter www.microk8s.io zur Verfügung.

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