IBM mit Produktneuerungen und flexiblem Lizenzmodell

Neue Hybrid-Cloud-Fähigkeiten bei Power-Systemen

01. März 2021, 12:00 Uhr   |  Anna Molder

Neue Hybrid-Cloud-Fähigkeiten bei Power-Systemen
© Wolfgang Traub

IBM erweiterte die Nutzung von Red-Hat-Software auf seinen Power-Systemen und kündigte neue Power-Systems-Hardware an. Um Unternehmen bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur zu unterstützen, stellt IBM die Tools von Red Hat für die Entwicklung von Cloud-nativen Anwendungen und deren Einsatz in hybriden Cloud-Umgebungen zur Verfügung.

Michael Cerny, Director System Sales bei IBM DACH, unterstrich gegenüber LANline die strategische Ausrichtung von IBM, in einer Hybrid-Cloud-Welt auf Containerplattformen zu setzen, überzeugt davon, dass Unternehmen dadurch mehr Flexibilität erhalten. Die Containerplattform OpenShift ermöglicht es laut Cerny, einmal entwickelte Anwendungen überall in einer hybriden Umgebung laufen zu lassen. Als großen Treiber für die Hybrid Cloud sieht der IBM-Mann unter anderem eine höhere Sensibilität von Unternehmen dafür, möglichst schnell ihre IT-Infrastruktur skalieren zu können. Er hob die durch die Corona-Pandemie beschleunigte Digitalisierung von Geschäftsprozessen hervor: „Unternehmen müssen ein Zusammenspiel aus Daten und Anwendungen im zentralen Rechenzentrum und neuen, containerisierten Anwendungen realisieren können.“

Michael Cerny ist Director System Sales bei IBM DACH
© IBM

„Unternehmen müssen ein Zusammenspiel aus Daten und Anwendungen im zentralen Rechenzentrum und neuen, containerisierten Anwendungen realisieren können“, so Michael Cerny, Director System Sales bei IBM DACH.

OpenShift spielt laut IBM eine wichtige Rolle beim Aufbau einer agilen Hybrid Cloud. Cerny hob den Marktanteil dieser Containerplattform mit 44 Prozent hervor. Die Plattform sei nun auf den Power Virtual Servern verfügbar und nutze den Bare-Metal-Installer von OpenShift. Power Virtual Server sind Infrastructure-as-a-Service-Angebote, die auf Power9 aufbauen und einen latenzarmen Zugang zu mehr als 200 Cloud-Services von IBM bieten. Darüber hinaus sollen Power-Virtual-Server-Nutzer Geschäftsanwendungen wie SAP HANA in einer Power9-basierten Cloud ausführen können.

Um Unternehmen und Entwicklern dabei zu helfen, Cloud-native Anwendungen zu entwerfen, unterstützen die Power Systems Red Hat Runtimes. Red Hat Runtimes besteht aus einer Reihe von Produkten, Tools und Komponenten für die Entwicklung und Wartung von Cloud-nativen Anwendungen.

Red Hat Ansible, das seit letztem Jahr auf Power Systems verfügbar ist, bietet ein Open-Source-basiertes Tool, welches eine einfache Automatisierung gängiger IT-Aufgaben ermögliche. IBM hat laut eigenen Angaben einen umfangreichen Satz von Ansible-Modulen für die Power-Systems-Anwender erstellt. Sie sollen neue Automatisierungsmöglichkeiten für gängige Aufgaben bieten, wie Patch-Management, Security-Management, OS- und Application Deployment, Continuous Delivery, Centralized Backup and Recovery sowie Virtualization Management und Provisioning.

IBM kündigte außerdem zwei neue Techniken an, die Nutzern dabei helfen sollen, Hybrid-Cloud-Lösungen schnell zu implementieren und gleichzeitig flexibel zu skalieren, um auf Nachfragespitzen zu reagieren. Die Power Private Cloud Rack Solution stelle ein vorkonfiguriertes System mit Rechenleistung, Speicher, Netzwerk und vorinstallierter Software, wie Red Hat OpenShift, dar, das zur bestehenden Infrastruktur der Unternehmen passt, sei es auf Basis von Linux, IBM i oder AIX.

Außerdem kündigte IBM eine Cloud-ähnliche Kapazität und Preisgestaltung in der Hybrid-Cloud an. Bisher waren flexible Kapazitäten für die On-Premises Power Private Cloud mit Dynamic Capacity möglich. IBM hat diese Fähigkeit laut eigenen Angaben auf die Hybrid Cloud ausgeweitet, indem es hybride Kapazitätsgutschriften einführt. Diese könne man erwerben und verwenden, um Kapazität sowohl auf ausgewählten lokalen Power9-basierten Servern als auch auf in der Cloud genutzten Power Virtual Servern freizuschalten, basierend darauf, wo der Nutzer die zusätzliche Rechenleistung benötigt. Cerny beschrieb dies als „Gutscheine, die Unternehmen im laufenden Vertrag einlösen können, je nachdem, wie sich die Strategie im Laufe der Zeit verändert.“ Somit stehe ein Finanzmodell bereit, das ebenso flexibel ist wie die Hybrid Cloud selbst.

Weitere Informationen stehen unter www.ibm.com zur Verfügung.

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