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Aufforderung zum Sicherheits-Check

PSW Group: Mehr Attacken auf NAS-System

21. Juli 2020, 06:30 Uhr   |  Jörg Schröper

PSW Group: Mehr Attacken auf NAS-System

Nutzen Unternehmen ein NAS-System (Network Attached Storage), um mit geringem Aufwand Speicherkapazitäten bereitzustellen und galten diese bislang als sicher, haben es Cyberkriminelle immer häufiger auf sie abgesehen. Darauf machten vor Kurzem die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. „Ein Quartalsbericht des Sicherheitsdienstleisters Kaspersky aus 2019 zeigt, dass es bei NAS-Systemen immer öfter zu Ransomware-Angriffen kommt“, begründet dies Geschäftsführerin Patrycja Tulinska.

Die Cyberkriminellen scannen IP-Adressverzeichnisse nach NAS-Systemen, die via Internet erreichbar sind. Normalerweise sollten Webschnittstellen ausschließlich per Authentifizierung zugänglich sein. Auf zahlreichen Geräten arbeitet jedoch mit Schwachstellen durchzogene Software. „Genau diese Schwachstellen nutzen Angreifer, um Trojaner per Exploit zu installieren. Und diese Exploits verschlüsseln die Daten all jener Geräte, die mit dem NAS-System verbunden sind“, so Tulinska.

Die Ransomware verschlüsselt dabei nicht nur lokale Daten von infizierten Rechnern, sondern auch angeschlossene Medien, etwa USB-Sticks oder verbundene Netzwerklaufwerke. Genau dieser Fakt macht Ransomware auch für NAS-Systeme so gefährlich, wenngleich das NAS selbst nicht durch Ransomware infiziert ist. Gut durchdachte Backup- und Sicherheitsstrategien schützen jedoch sehr effizient vor Ransomware. „Ein riesiges Einfallstor für Hacker und damit auch für Ransomware sind nach wie vor veraltete Systeme. Sicherheits-Updates sollten sehr zeitnah eingespielt werden, idealerweise sogar automatisiert, damit sie nicht vergessen werden können. Ideal ist es, Updates außerhalb der Geschäftszeiten einspielen zu lassen, da sie durch Neustarts den Workflow unterbrechen können“, rät Tulinska.

Die geschäftseigene Firewall sollte das gesamte Netzwerk einschließlich NAS-System schützen. Zentrale Nutzereinstellungen sind zudem oft sinnvoller, als dem Einzelnutzer die Einstellungen zu überlassen, da sonst der Komfort zuweilen über die Sicherheit gehen kann. Die meisten NAS-Systeme erlauben die Installation von Antivirensoftware. Weiter besagt die so genannte 3-2-1-Regel für Backups, dass von sämtlichen wichtigen Daten drei Kopien zu erstellen sind. Diese sollten auf zwei verschiedenen Systemen abgelegt sein, von denen mindestens eines an einem externen Standort lagern sollte.

„Spezielle Produktiv- oder Backup-NAS-Systeme erlauben eine ständige Verfügbarkeit der Daten. Sie lassen sich bedarfsweise um RAM, Festplatten oder auch Netzwerkkarten erweitern. Mit einer Kombination mehrerer NAS-Systeme, Snapshots, also systemseitiger Verlinkungen geänderter Versionen zu originalen Dateien, Backups und Replikationen erhalten Anwender eine automatisierte Backup-Umgebung mit zügigen Wiederherstellungszeiten“, so Tulinska.

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